Collage | Mixed Media

Tee

von am 22/08/2018

Ich brüte über einer Idee

Ich habe ein Stückchen Lieblingspapier und weiß nicht wohin damit – verwenden oder aufheben

Zeitungen zerschneiden sind nicht so meins – da trau ich mich noch nicht so richtig ran. Ich beginne dann Überlegungen, „gute Motive“ einzuscannen. Nur, dann ist meine Beschäftigung Scannen und nicht die Collage – auch doof.

Erst mal den Kopf frei machen, über was anderes nachdenken, oder noch besser, über gar nichts nachdenken. Den Moment genießen. Eine Tasse Tee hilft mir dabei. Vom Zubereiten, über das Ziehen lassen, und dann das Trinken. Die warme Tasse fühlen, den Duft einatmen.

Zugegeben, gerade jetzt trinke ich keinen Tee und brauche auch keine warme Tasse in den Händen. Bei der Hitze ist es eher Eistee, eiskalter Kaffee aus dem Kühlschrank oder Wasser, gerne mit ein paar Gurkenscheiben drin. Aber das Prinzip bleibt: Atmen, Trinken, den Kopf leeren. Dann entsteht bei mir Platz für eine Idee. Die kommt dann von selbst. Ein Motto, eine Farbe, eine Textur, ein Detail, ein Motiv. Hier habe ich diesen Prozess zum Thema gemacht:

Manchmal finde ich eine gute Idee,

ganz unten

in einer Tasse Tee

Eine Monotypie, Schnipsel aus einem alten Buch, einer Landkarte, Notenpapier, Verpackungen und handgeschöpftem Papier, Locher-Konfetti, Teebeutel-Papier mit der Reiseschreibmaschine beschrieben, selbstgemustertes Papier aus dem Drucker, Abbildung aus einem Magazin, Druckerpapier mit Typewriter-Font.

Das Ganze auf einem schwarz grundierten Untergrund.

Ich habe meine Stanzer für die unterschiedlichen Kreise nur bedingt einsetzen können, leider scheitern sie an vielen Papierqualitäten.

Meine Reiseschreibmaschine muss repariert werden. Ich muss für jeden Buchstaben das Farbband hoch schieben, denn der Lifter funktioniert nicht mehr. Bei freien Schrifttypen (freefonts) gibt es ganz gute Alternativen zum downloaden. Leider habe ich noch keine gefunden, die alle Umlaute enthält…. hier habe ich eine Sammlung an  Typewriter Fonts  zusammengestellt. Alle kostenlos. Manche ersetzen selbstständig die Umlaute, bei anderen ist einfach eine Lücke. Zur Not lassen sich die einzelnen Buchstaben mit einer Serifen-Schrift wie Times New Roman ersetzen.

Da ist sie, die Idee

Nachtrag: Ich habe eine Weile keinen Beitrag zum Muster-Mittwoch gegeben. Zu viel Stress, zu viele andere Projekte. Dieser Post war schon fertig, als der Muster-Mittwoch im September zum Thema Tee bekannt wurde. Es ist ja auch kein Muster, passt aber dennoch so gut zum Thema, das isch ihn noch bei Müllerin Art verlinkt habe.

Herzlichst, Kerstin

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Collage | Mixed Media | Pinsel und Farbe

mal PAUSE machen

von am 20/05/2018

Die Frühlings-Post ist zu Ende. Alle neun Werke sind bei mir angekommen und ich bedanke mich bei den kreativen Geistern der Gruppe 2! Ich werde mich in der nächsten Zeit mit den Drucken beschäftigen, aber im Moment haben sich ganz andere Projekte in den Vordergrund gedrängt. 

Eine Mixed-Media Collage: Aquarell-Hintergrund, Aquarell-Zeichnung, gestempelt, gelettert, geschnitten und geklebt  auf Aqarell-Papier, Träger ist eine grundierte Leinwandpappe mit Acrylfarbe gewischt.

Die Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

kein Stein bleibt auf dem anderen

vieles ist schon in die Wege geleitet

manches muss noch (dringend) erledigt werden

einiges konnte abgeschlossen werden

 

daher heißt es jetzt

vom bloggen

ein Motiv, das ganz zum aktuellen Tropen-Trend passt, Pink, Hellgrün, Gelb, Türkis. Monstera-Blätter, DIE Zimmerpflanze der 60ger Jahre, völlig aus der Mode gekommen und plötzlich wieder überall zu sehen. Braucht viel Platz aber dafür wenig Licht. Die Blätter sind grad überall zu sehen. Meins ist nicht echt 😉

Mein alter Schulatlas hat immer noch viel zu bieten, für Collagen und hier zum Hinterkleben.

Bier trinke ich eigentlich gar keins. Aber eine Schwäche für schöne Flaschen hat dieses hawaiianische Bier in meinen Besitz gebracht. Passend zum Vulkan im Nebel, der aus dem Urwald schaut. Also, Beine hochlegen und die Sonne genießen. Mein Badesee hat eröffnet, da wachsen zwar keine Palmen und in den Ästen hängen auch keine Faultiere, aber Chillen kann man dort ganz vorzüglich!

herzlichst, bis dann, bis demnächst,

Kerstin

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Collage | Handgedruckt: Stempel | Mixed Media | Muster

Muster-Mittwoch Mai – Frühlings-Bäume Nr.1

von am 02/05/2018

Mit vorhandenen Blätter-Stempeln entstand nach einigem Üben, ein regelmäßiges Frühlings-Blatt-Muster. Etwas schwierig, die bBätter exakt zu Platzieren. Eigentlich sind sie Teile für eine Natur-Landschaft, an der ich arbeite.

Ein Bezugs- oder Collagepapier

Gleich verwertet, für zwei Geburtstags-Karten, maskulin.

Mit Seiden- und Transparentpapier habe ich noch ein Blatt gestaltet. Sieht eher wie ein Baum aus, oder ein Hybrid. Jeder sieht, was er/sie möchte.

Die Karten sind schon ausgeliefert. Jetzt verlinke ich meine Frühlings-Baum-Blätter noch bei Michaela Müllers Muster-Mittwoch.

Herzlichst Kerstin

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Collage | Handgedruckt: Stempel | Mixed Media

zarte Blüten…

von am 25/04/2018

…in Kirschbäumen verwandeln die Bergstraße Mitte April in eine traumhafte Szene.

Für meine Frühlingspost-Walzendrucke habe ich dieses Landschafts-Bild schon verwendet.

Beim Werkeln und Entwerfen meiner Walzen, entstanden Stempel: Äste, Blütenblätter und Blütenmitten. So eine kleine Blüte mit einzelnen Blütenblättern zu stempeln ist eher mühsam. Aber das Ergebnis ist einfach schön, da man die Stempel mit mehrmaligem Abdrucken farblich abstufen kann. Manche Blätter haben nur noch einen Hauch Farbe. Dieser Effekt gefällt mir sehr gut, da nehme ich die Mühe auf mich.

Als die Verlosungs-Aktion „Frühlingsboten“ vom Haupt-Verlag bekannt wurde, habe ich erst mal viele Ideen gehabt und einige Collagen angefertigt. die hatten aber alle irgendwie so gar nix mit Frühling zu tun. Am Ende landete ich bei meinem Kirschblüten-Thema und meinen Entwurfs-Stempeln.

Damit habe ich die Karte gestaltet. Im Hintergrund mein Walzen-Druck. Ähnlichkeiten beabsichtigt.

gestempelt

collagiert

coloriert

und gelettert

Die Stempel bilden den Hintergrund. Die Bienen habe ich mit dem Laserdrucker auf chinesischem Wenzou-Papier gedruckt. Das habe ich bei einem Workshop von Sabine Jeromin-Gerds kennen und lieben gelernt. Die einzelne Blüte ist aus handbedruckten Papieren zusammengestellt. Ich mache, wenn noch Farbe übrig ist auf der Druckplatte, immer nochmal einen Abdruck. Dabei ist immer auch Wenzou Papier oder gerne auch auf irgendeinem anderen Papier, was grad rumliegt. Diese Resteverwertungs-Papiere sind hervorragend Für Collagen. Das Pinke ist ein Verpackungspapier, das ich mit einem Holzmaserungs-Stempel bedruckt habe.

Das Lettern ist nicht so ganz meins. Ich tu mich da etwas schwer. Vielleicht mit etwas mehr Übung? Brush-Pens liegen mit gar nicht. Ich bekomme keine dünnen Linien hin. Ich habe mich entschieden die Konturen und Linien vorzuzeichnen und dann die breiten Striche auszugemalen. Mit einem Tusche-Stift mit feiner Spitze.

Tja und das Thema: Die Bienen. Ich habe vor vielen Jahren das Buch „Der stumme Frühling“ von Rachel Carson, aus dem Jahr 1962 gelesen. Das Thema ist Artensterben durch Umweltgifte. Da ging es zwar um Vögel, aber mit Bienen ist es das Gleiche. Ich lass für die Bienen und alle anderen „Viecher“ den Rasen zu einer Wiese wachsen und die Zaunrübe darf auch dieses Jahr wieder die Hecke überwuchern. Wenn jemand fragt, ob wir die Gartenpflege vergessen, dann vertrete ich den Zustand als zeitgemäße, naturnahe Gartengestaltung. Basta! Und ein wilder Garten muss auch gepflegt werden, aber eben anders!

Eigentlich wollte ich eine kleine Karten-Serie herstellen. Aber die Details waren doch sehr aufwändig. Daher bleibt es ein Unikat. Ich werde die Karte scannen und ausdrucken um sie zu vervielfältigen. Diese Eine bekommt eine Freundin Anfang Mai zum Geburtstag, selbstverständlich per Post!

Und jetzt: Daumen drücken für die Verlosung.

herzlichst, Kerstin

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Mixed Media | Pinsel und Farbe

Hasen und Schlüsselblumen als Osterboten

von am 31/03/2018

Ich habe beim Aufräumen meiner vielen Ordner mit handwerklichen und grafischen Themen, etwas vergessenes gefunden: Eine Kombi aus Scherenschnitt als Schablone und Spritztechnik. Ostermotive. Aus dem Jahr 1985!!! Das war noch in der Schule, und ich war 17. Hasen, Schlüsselblume und „Frohe Ostern“. Außer dem Schriftzug, habe ich die Motive sowohl als Positiv-, und auch Negativ-Schablone verwendet.

Damals habe ich mit einfachem 80 Gramm Papier gearbeitet. Die farbliche Gestaltung von damals finde ich total interessant: Erdtöne. Öko-Papier musste sein, dieses leicht Graubraune.

  

Sogar die Schablonen habe ich aufgehoben

Die Oster-Motive gefallen mir so gut, das ich sie auf besserem Material nacharbeiten möchte. Vielleicht High-Tech, mit dem Plotter, als Vector-Grafik, um auch noch mit der Größe spielen zu können. Mal sehen, vielleicht gibt es im nächsten Jahr eine kleine Osterkollektion mit Papieren.

Jetzt habe ich erst mal eines der Motive eingescannt, verkleinert und auf handgeschöpftem Büttenpapier mit dem Farblaser ausgedruckt.

Daraus habe ich die diesjährigen Ostergruß-Karten hergestellt. Die Schlüsselblume, hier als weiße (Negativ-)Fläche, habe ich mit Aquarellfarbe coloriert und, als weiteres Gestaltungselement, einen farblich passenden Hintergrund-Stempel aufgedruckt (der ist übrigens von einer Kunststoffschale aus einer Käse- oder Wurst-Verpackungen. Da hat der Plastikmüll wenigstens noch einen anderen Zweck, als nur weggeworfen zu werden…).

Also Schablone und Spritztechnik von 1985, Mixed Media von 2018.

FROHE OSTERN EUCH ALLEN!

Kerstin

 

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Pinsel und Farbe

Muster Mittwoch – Klecks-Blümchen

von am 13/03/2018

Wenn ich Kunst-Material einkaufe, bei dem großen Laden mit B, bin ich in der Regel so um die 100 Ocken los. Wenn ich sage „ich fahr´ mal eben zu Bö—- nach Mutterstadt“, kommt inzwischen auch gleich der Nachwuchs angerannt und will seit Neuestem mit, was den Einkauf nicht günstiger macht.

Hach, da gibt es aber auch einfach die schönsten Sachen und alle kann ich WIRKLICH brauchen!!! An einer Sache komme ich dort gar nicht vorbei, ohne etwas zu kaufen und das ist das Regal mit Tusche. Wahrscheinlich liegt es an der Verpackung. Die Fläschchen sehen aber auch zum Verlieben aus, mit ihrem bunten Inhalt und den schönen Etiketten. Andere stehen auf Nagellack, ich auf Tusche (obwohl man mit Nagellack auch künstlerisch schöne Dinge anstellen kann).

Zum Einsatz gebracht habe ich meine kleinen Tusche-Schätzchen für das März-Muster-Mittwoch-Thema: Streublümchen. Nicht niedlich gezeichnet, sondern erst mit der Tusche wild gekleckst und gespritzt und anschließend manche Kleckse und Spritzer mit dem Tuschestift zu Blümchen gekritzelt (und Käfer und Spinnen und Hummeln).

Das Klecksen hat Spaß gemacht, richtig viel! Nachdem ich irgendwann mit dem Scrapbooken in Ordentlich aufgehört hatte und mich mehr und mehr mit Mixed-Media beschäftigt habe, landeten immer viele Kleckse auf meinen Werken. Ich glaube, das mache ich nun wieder öfter… Ich glaube, ich brauche dazu noch mehr Tusche in noch mehr verschiedenen Farben… ich glaube, ich fahr´ mal schnell nach Mutterstadt….

Oder doch lieber die Aquarellfarben mit dem Tuschestift kombinieren… Die gelben Blumen sind mit Aquarellfarbe, weil ich keine gelbe Tusche habe. Wo ist eigentlich der Unterschied von Tusche und Aquarell? Ist beides transparent, farbintensiv und auf Wasserbasis… Ach je, es gibt so vieles, was ich nicht weiß.

herzlichst, Kerstin

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Mixed Media

Collagen Workshop in Mannheim

von am 19/02/2018

Am Samstag gab es einen eintägigen Workshop bei Sabine vom Werkladen Jeromin. Das Thema waren Collagen mit der Inspiration „Gartentraum- Traumgärten). Das ist ein weites Feld (oder Garten…) was sich da per Collagen darstellen lässt. Sabine ist eine wunderbare Workshop Leiterin, die viel weiß und ihr Wissen teilt.

Warum eigentlich Workshops? Man könnte ja auch einfach Material zusammen stellen, das Eine oder Andere einkaufen und in den eigenen viel Wänden loslegen. Ich beantworte das mal aus meiner Sicht:

  1. Inspiration: die Erfahrungen der anderen Teilnehmerinnen, die unterschiedliche Herangehensweise, jede kommt aus einer anderen künstlerischen oder handwerklichen Richtung. Der Austausch, die Gespräche und die gemeinsame Leidenschaft. Die Beispiele zu betrachten, die der Teacher mitbringt nicht zu vergessen.
  2. Materialkunde: Diese ist im künstlerischen und handwerklichen Prozess ganz wesentlich. Das angebotene Material, ist immer mit Sorgfalt ausgesucht und bei der Masse der Materialien und unterschiedlichen Fabrikate (und deren Preise!) kann einem schon mal schwindelig werden. Welcher Kleber, welches Papier, welche Farbe, die unterschiedlichen Eigenschaften, Ergebnisse und Anwendungsbeispiele, die Erfahrungen „was erreiche ich womit“ und wie erreiche ich es „gelungener“. Klar, das gibt es alles im Internet zum Nachlesen, beispielsweise in Blogs, aber eben nur zum LESEN und nicht zum ANFÜHLEN und AUSPROBIEREN und WAHRNEHMEN.
  3. Thementiefe: Jenseits vom alleinigen Ziel, ein (schönes) Produkt herzustellen, wird das Thema auch theoretisch differenziert und umfassend betrachtet. Es gibt immer eine Fülle von Informationen: Gestalterische Grundlagen spielen da ebenso eine Rolle, wie das Besprechen von Beispielen von Künstlern und das Anschauen von mitgebrachten Büchern. Und Bücher im Kunsthandwerk ist ja noch mal eine gaaaanz eigene Sache!

Besonders gefreut habe ich mich auf das Ausprobieren, mit einer Gelatine-Platte zu Drucken. Mit der habe ich vorher noch nicht gearbeitet. Die sind ganz schön teuer, über 30 € für ein A4 Format. Das Ergebnis ist eben ein ganz fein und gleichmäßig verteilter Farbauftrag.

Sabine hat für uns viele Papiere vorbereitet mit denen wir gleich loslegen konnten, schön farblich sortiert. Neben Druckpapieren auch Rost-, Shibori- und Ecoprint-Papiere, Pflanzenteile, Magazine, Buch- und Notenseiten und Stoffe, Farben in Hülle und Fülle, Stempel und Stempelkissen.

Wir konnten gleich loslegen.

eine Fülle an Material und viel Platz zum Arbeiten: Jeromin in Mannheim

Entstanden sind zwei Collagen, beide unvollendet. Eine schwer und schwarz, die trotz vieler Elemente irgendwie Hintergrund geblieben ist…

und was leichtes grünes mit wehenden Blättern. Das Ginko-Blatt ist an meinem Lieblings-See gewachsen und ich wollte was draufschreiben, aber

außer „Heimat“ is mir nix eingefallen und das fand ich dann doch zu blöd…

Ich habe beide Collagen noch etwas nachbearbeitet. Jetzt gefallen sie mir besser. Obwohl das Beschriften mich viel Mut gekostet hat, wenns dann doch versaut ist… Die Aussage ist nun einfach eine andere und ich mag es, Blätter zu Beschreiben

 

Die Hortensien-Blüten, die ich für die dunkle Collage verwendet habe, sind von einem Ecoprint. sie haben eine schöne Farbe durch das Kochen bekommen. Leider sind sie Teil des Hintergrundes geblieben und nicht, wie erhofft, die Eyecatcher. Daher habe ich sie…

…durch Gänseblümchen ersetzt. Ausgedruckt und ausgeschnitten. Das Gänseblümchen-Foto habe ich nachcoloriert und dann musste noch der Marienkäfer her.

Das Voltaire-Zitat hatte ich mitgebracht. Ich habe es mit meiner Reiseschreibmaschine auf eine Teebeutelpapier geschrieben, selbstverständlich ein benutztes, versteht sich.

Hat viel Spaß gemacht und viele neue Ideen in meinen Traumgarten gepflanzt.

herzlichst, Kerstin

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Muster Skizzen Inspirationen

Buchstabensalat

von am 07/02/2018

Lesen Sie das Kleingedruckte!

Minibuchstaben, Kleingedrucktes für das Kleingemusterte im Februar Muster-Mittwoch bei Müllerin Art.

Mein Großvater war Grafiker. Er hat mir einiges beigebracht, z.B. wie ein Text auf einer Seite ausgewogen wirkt, was der goldene Schnitt ist und wie Schriftzüge entwickelt und schön gleichmäßig umgesetzt werden können. In den frühen 80er Jahren habe ich auf diese Weise für einige Demos richtig große Transparente hergestellt. Das war viel Arbeit. Nur mit Lineal, Winkelmesser und Bleistift den Entwurf auf den Stoff übertragen und mit Acryl-Farbe ausgemalt.

Vielleicht kommt meine Liebe zu Buchstaben aus dieser Zeit. Wie einfach es heute ist, aus der Fülle der Fonts die es online zum downloaden gibt, den Passenden zu finden. Ich könnte stundenlang in Schriften rumstöbern. Es gibt immer wieder Trend-Schriften. Eine der ersten an die ich mich erinnere war Envision in den 90er, sehr grafisch und cool. Lobster, Matchbook, Bleeding Cowboy fallen mir aus den letzten Jahren ein. Ich persönlich mag am liebsten Typepad Schriften. Sehen aus wie mit einer alten Schreibmaschine geschrieben. Herrlich! Eine Schwierigkeit ist es, bei der Menge an verfügbaren Schriften, eine zu finden, die auch Umlaute enthält, was für die meisten Design-Schriften leider nicht zutrifft. Kein ö, ä, ü und ß.

Gerade im Moment sind Brush-Srcript-Schriften sehr beliebt. Für das Kleingemustert-Projekt habe ich mit meinem Grafik-Programm Buchstabensuppe gekocht: Schönes Durcheinander in Bakery, einer Brushscript-Schrift zum freien Downloaden. Und die hat Umlaute, Sonderzeichen und Zahlen. Die Schrift gibt es hier oder hier.

Ich habe einen Hintergrund in zwei Größen angefertigt. Einfach wild verteilt, was die Tastatur hergegeben hat. Ich arbeite nur mit Corel Draw. Das hatte ziemlich zu rechnen. Jeder Buchstabe ist ein Objekt, so konnte ich alles gleichmäßig ungleichmäßig verteilen. Die größeren Buchstaben sind der Rapport für die kleineren.

Leider lassen sich die Buchstaben nicht in einen anderen Font umwandeln, da die Buchstabengrößen der Fonts sehr variieren und die Abstände eben nur mit dieser Schrift funktionieren. Mir würde das auch mit einer Schreibmaschinen Schrift grfallen.

Nein, es sind keine versteckten Botschaften drin!

Für die Collage in meinem Muster/Skizzen/Inspirationen-Buch (ich nenne es kurz Inspi-Buch) habe ich die Buchstabensalat Seite mit einer K-Schablone und einem kleinen gekauften und einem etwas größeren selbst geschnittenen Stempel bedruckt. Das Transparentpapier ist nur am inneren Rand angeklebt. Mir gefällt es, wenn es „Spiel“ hat.

Für den nächsten Mittwoch habe ich noch eine Buchstabenidee im Kopf. Aber jetzt bin ich erst mal ganz gespannt, was Andere mit kleinen Mustern gemacht haben.

herzlichst, Kerstin

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