Mixed Media | Pinsel und Farbe

Hasen und Schlüsselblumen als Osterboten

von am 31/03/2018

Ich habe beim Aufräumen meiner vielen Ordner mit handwerklichen und grafischen Themen, etwas vergessenes gefunden: Eine Kombi aus Scherenschnitt als Schablone und Spritztechnik. Ostermotive. Aus dem Jahr 1985!!! Das war noch in der Schule, und ich war 17. Hasen, Schlüsselblume und “Frohe Ostern”. Außer dem Schriftzug, habe ich die Motive sowohl als Positiv-, und auch Negativ-Schablone verwendet.

Damals habe ich mit einfachem 80 Gramm Papier gearbeitet. Die farbliche Gestaltung von damals finde ich total interessant: Erdtöne. Öko-Papier musste sein, dieses leicht Graubraune.

  

Sogar die Schablonen habe ich aufgehoben

Die Oster-Motive gefallen mir so gut, das ich sie auf besserem Material nacharbeiten möchte. Vielleicht High-Tech, mit dem Plotter, als Vector-Grafik, um auch noch mit der Größe spielen zu können. Mal sehen, vielleicht gibt es im nächsten Jahr eine kleine Osterkollektion mit Papieren.

Jetzt habe ich erst mal eines der Motive eingescannt, verkleinert und auf handgeschöpftem Büttenpapier mit dem Farblaser ausgedruckt.

Daraus habe ich die diesjährigen Ostergruß-Karten hergestellt. Die Schlüsselblume, hier als weiße (Negativ-)Fläche, habe ich mit Aquarellfarbe coloriert und, als weiteres Gestaltungselement, einen farblich passenden Hintergrund-Stempel aufgedruckt (der ist übrigens von einer Kunststoffschale aus einer Käse- oder Wurst-Verpackungen. Da hat der Plastikmüll wenigstens noch einen anderen Zweck, als nur weggeworfen zu werden…).

Also Schablone und Spritztechnik von 1985, Mixed Media von 2018.

FROHE OSTERN EUCH ALLEN!

Kerstin

 

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Pinsel und Farbe

Muster Mittwoch – Klecks-Blümchen

von am 13/03/2018

Wenn ich Kunst-Material einkaufe, bei dem großen Laden mit B, bin ich in der Regel so um die 100 Ocken los. Wenn ich sage “ich fahr´ mal eben zu Bö—- nach Mutterstadt”, kommt inzwischen auch gleich der Nachwuchs angerannt und will seit Neuestem mit, was den Einkauf nicht günstiger macht.

Hach, da gibt es aber auch einfach die schönsten Sachen und alle kann ich WIRKLICH brauchen!!! An einer Sache komme ich dort gar nicht vorbei, ohne etwas zu kaufen und das ist das Regal mit Tusche. Wahrscheinlich liegt es an der Verpackung. Die Fläschchen sehen aber auch zum Verlieben aus, mit ihrem bunten Inhalt und den schönen Etiketten. Andere stehen auf Nagellack, ich auf Tusche (obwohl man mit Nagellack auch künstlerisch schöne Dinge anstellen kann).

Zum Einsatz gebracht habe ich meine kleinen Tusche-Schätzchen für das März-Muster-Mittwoch-Thema: Streublümchen. Nicht niedlich gezeichnet, sondern erst mit der Tusche wild gekleckst und gespritzt und anschließend manche Kleckse und Spritzer mit dem Tuschestift zu Blümchen gekritzelt (und Käfer und Spinnen und Hummeln).

Das Klecksen hat Spaß gemacht, richtig viel! Nachdem ich irgendwann mit dem Scrapbooken in Ordentlich aufgehört hatte und mich mehr und mehr mit Mixed-Media beschäftigt habe, landeten immer viele Kleckse auf meinen Werken. Ich glaube, das mache ich nun wieder öfter… Ich glaube, ich brauche dazu noch mehr Tusche in noch mehr verschiedenen Farben… ich glaube, ich fahr´ mal schnell nach Mutterstadt….

Oder doch lieber die Aquarellfarben mit dem Tuschestift kombinieren… Die gelben Blumen sind mit Aquarellfarbe, weil ich keine gelbe Tusche habe. Wo ist eigentlich der Unterschied von Tusche und Aquarell? Ist beides transparent, farbintensiv und auf Wasserbasis… Ach je, es gibt so vieles, was ich nicht weiß.

herzlichst, Kerstin

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Mixed Media

Collagen Workshop in Mannheim

von am 19/02/2018

Am Samstag gab es einen eintägigen Workshop bei Sabine vom Werkladen Jeromin. Das Thema waren Collagen mit der Inspiration “Gartentraum- Traumgärten). Das ist ein weites Feld (oder Garten…) was sich da per Collagen darstellen lässt. Sabine ist eine wunderbare Workshop Leiterin, die viel weiß und ihr Wissen teilt.

Warum eigentlich Workshops? Man könnte ja auch einfach Material zusammen stellen, das Eine oder Andere einkaufen und in den eigenen viel Wänden loslegen. Ich beantworte das mal aus meiner Sicht:

  1. Inspiration: die Erfahrungen der anderen Teilnehmerinnen, die unterschiedliche Herangehensweise, jede kommt aus einer anderen künstlerischen oder handwerklichen Richtung. Der Austausch, die Gespräche und die gemeinsame Leidenschaft. Die Beispiele zu betrachten, die der Teacher mitbringt nicht zu vergessen.
  2. Materialkunde: Diese ist im künstlerischen und handwerklichen Prozess ganz wesentlich. Das angebotene Material, ist immer mit Sorgfalt ausgesucht und bei der Masse der Materialien und unterschiedlichen Fabrikate (und deren Preise!) kann einem schon mal schwindelig werden. Welcher Kleber, welches Papier, welche Farbe, die unterschiedlichen Eigenschaften, Ergebnisse und Anwendungsbeispiele, die Erfahrungen “was erreiche ich womit” und wie erreiche ich es “gelungener”. Klar, das gibt es alles im Internet zum Nachlesen, beispielsweise in Blogs, aber eben nur zum LESEN und nicht zum ANFÜHLEN und AUSPROBIEREN und WAHRNEHMEN.
  3. Thementiefe: Jenseits vom alleinigen Ziel, ein (schönes) Produkt herzustellen, wird das Thema auch theoretisch differenziert und umfassend betrachtet. Es gibt immer eine Fülle von Informationen: Gestalterische Grundlagen spielen da ebenso eine Rolle, wie das Besprechen von Beispielen von Künstlern und das Anschauen von mitgebrachten Büchern. Und Bücher im Kunsthandwerk ist ja noch mal eine gaaaanz eigene Sache!

Besonders gefreut habe ich mich auf das Ausprobieren, mit einer Gelatine-Platte zu Drucken. Mit der habe ich vorher noch nicht gearbeitet. Die sind ganz schön teuer, über 30 € für ein A4 Format. Das Ergebnis ist eben ein ganz fein und gleichmäßig verteilter Farbauftrag.

Sabine hat für uns viele Papiere vorbereitet mit denen wir gleich loslegen konnten, schön farblich sortiert. Neben Druckpapieren auch Rost-, Shibori- und Ecoprint-Papiere, Pflanzenteile, Magazine, Buch- und Notenseiten und Stoffe, Farben in Hülle und Fülle, Stempel und Stempelkissen.

Wir konnten gleich loslegen.

eine Fülle an Material und viel Platz zum Arbeiten: Jeromin in Mannheim

Entstanden sind zwei Collagen, beide unvollendet. Eine schwer und schwarz, die trotz vieler Elemente irgendwie Hintergrund geblieben ist…

und was leichtes grünes mit wehenden Blättern. Das Ginko-Blatt ist an meinem Lieblings-See gewachsen und ich wollte was draufschreiben, aber

außer “Heimat” is mir nix eingefallen und das fand ich dann doch zu blöd…

Ich habe beide Collagen noch etwas nachbearbeitet. Jetzt gefallen sie mir besser. Obwohl das Beschriften mich viel Mut gekostet hat, wenns dann doch versaut ist… Die Aussage ist nun einfach eine andere und ich mag es, Blätter zu Beschreiben

 

Die Hortensien-Blüten, die ich für die dunkle Collage verwendet habe, sind von einem Ecoprint. sie haben eine schöne Farbe durch das Kochen bekommen. Leider sind sie Teil des Hintergrundes geblieben und nicht, wie erhofft, die Eyecatcher. Daher habe ich sie…

…durch Gänseblümchen ersetzt. Ausgedruckt und ausgeschnitten. Das Gänseblümchen-Foto habe ich nachcoloriert und dann musste noch der Marienkäfer her.

Das Voltaire-Zitat hatte ich mitgebracht. Ich habe es mit meiner Reiseschreibmaschine auf eine Teebeutelpapier geschrieben, selbstverständlich ein benutztes, versteht sich.

Hat viel Spaß gemacht und viele neue Ideen in meinen Traumgarten gepflanzt.

herzlichst, Kerstin

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Muster Skizzen Inspirationen

Buchstabensalat

von am 07/02/2018

Lesen Sie das Kleingedruckte!

Minibuchstaben, Kleingedrucktes für das Kleingemusterte im Februar Muster-Mittwoch bei Müllerin Art.

Mein Großvater war Grafiker. Er hat mir einiges beigebracht, z.B. wie ein Text auf einer Seite ausgewogen wirkt, was der goldene Schnitt ist und wie Schriftzüge entwickelt und schön gleichmäßig umgesetzt werden können. In den frühen 80er Jahren habe ich auf diese Weise für einige Demos richtig große Transparente hergestellt. Das war viel Arbeit. Nur mit Lineal, Winkelmesser und Bleistift den Entwurf auf den Stoff übertragen und mit Acryl-Farbe ausgemalt.

Vielleicht kommt meine Liebe zu Buchstaben aus dieser Zeit. Wie einfach es heute ist, aus der Fülle der Fonts die es online zum downloaden gibt, den Passenden zu finden. Ich könnte stundenlang in Schriften rumstöbern. Es gibt immer wieder Trend-Schriften. Eine der ersten an die ich mich erinnere war Envision in den 90er, sehr grafisch und cool. Lobster, Matchbook, Bleeding Cowboy fallen mir aus den letzten Jahren ein. Ich persönlich mag am liebsten Typepad Schriften. Sehen aus wie mit einer alten Schreibmaschine geschrieben. Herrlich! Eine Schwierigkeit ist es, bei der Menge an verfügbaren Schriften, eine zu finden, die auch Umlaute enthält, was für die meisten Design-Schriften leider nicht zutrifft. Kein ö, ä, ü und ß.

Gerade im Moment sind Brush-Srcript-Schriften sehr beliebt. Für das Kleingemustert-Projekt habe ich mit meinem Grafik-Programm Buchstabensuppe gekocht: Schönes Durcheinander in Bakery, einer Brushscript-Schrift zum freien Downloaden. Und die hat Umlaute, Sonderzeichen und Zahlen. Die Schrift gibt es hier oder hier.

Ich habe einen Hintergrund in zwei Größen angefertigt. Einfach wild verteilt, was die Tastatur hergegeben hat. Ich arbeite nur mit Corel Draw. Das hatte ziemlich zu rechnen. Jeder Buchstabe ist ein Objekt, so konnte ich alles gleichmäßig ungleichmäßig verteilen. Die größeren Buchstaben sind der Rapport für die kleineren.

Leider lassen sich die Buchstaben nicht in einen anderen Font umwandeln, da die Buchstabengrößen der Fonts sehr variieren und die Abstände eben nur mit dieser Schrift funktionieren. Mir würde das auch mit einer Schreibmaschinen Schrift grfallen.

Nein, es sind keine versteckten Botschaften drin!

Für die Collage in meinem Muster/Skizzen/Inspirationen-Buch (ich nenne es kurz Inspi-Buch) habe ich die Buchstabensalat Seite mit einer K-Schablone und einem kleinen gekauften und einem etwas größeren selbst geschnittenen Stempel bedruckt. Das Transparentpapier ist nur am inneren Rand angeklebt. Mir gefällt es, wenn es “Spiel” hat.

Für den nächsten Mittwoch habe ich noch eine Buchstabenidee im Kopf. Aber jetzt bin ich erst mal ganz gespannt, was Andere mit kleinen Mustern gemacht haben.

herzlichst, Kerstin

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