Handgedruckt: Stempel

Muster-Mittwoch “Herbstfrüchte”

von am 10/10/2018

Zum Stempeln oder Stempel Schnitzen fehlt mir im Moment derart die Zeit, dass es manchmal schon weh tut.

Aus dem Hut gezaubert habe ich daher einen Eichel-Stempel. Ein zweiteiliges Linol-Stempelchen, aufgeklebt auf einen Bauklotz als Griff, auf der einen Seite die Eichel und auf der anderen das Käppchen. Schon vor einiger Zeit entstanden.

Ich habe in meiner Ausbildung das Arbeiten mit Linol gelernt, denn es hat einen festen Platz in der traditionellen Ergotherapie. In früheren Jahren sind bei mir einige Stempel mit großen Motiven entstanden. Das Arbeiten mit Linol gegenüber den neueren Materialien ist anstrengend, denn Linol ist störrisch. Linol stellt höhere Ansprüche an Geschick, Handkraft und Kraftdosierung. Auch das vorherige Erwärmen auf einem Heizkörper oder mit warmem Wasser hilft da nur bedingt. Aber, es ist ein reines Naturmaterial. Ürsprünglich 1860 als Fußbodenbelag entwickelt, bot es die easy-Variante gegenüber Holz zum Hochdrucken und wurde künstlerisch ab dem 20. Jahrhundert verwendet. Also noch gar nicht so lange.

Für den Muster-Mittwoch habe ich es nicht geschafft, mit der Eichel zu mustern, aber eine kleine Druck-Spielerei mit Eichenblättern auf Wenzhou-Papier, kombiniert mit dem Stempel, hat geklappt. Auf eine vorhandene Monotypie habe ich, zusammen mit meiner Tochter, gepresste Blätter gedruckt und die Stempel verwendet. Das Muster vom Käppchen kommt nicht gut raus, Farbe war zu dick aufgetragen…

Vielleicht kommt noch ein Muster zustande. Dieses hier erst mal verlinkt beim Muster-Mittwoch mit Herbstfrüchten von Müllerin-Art

Die Früchte, die ich in diesem Herbst ernte und sammle, sind alte Putzbrocken, Rigipsplattenstücke und Fliesenscherben. Davon reichlich. Die Sanierung unseres Hauses, ein Altbau von 1906 nimmt seit Juni jede Minute Freizeit in Anspruch und das wird auch noch einige Monate so bleiben, wenn wir unser gesetztes Ziel für den Einzug halten wollen.

Derweil schaue ich die schönen Herbstfrüchte von euch allenan, auch wenn ich kaum zum Kommentieren komme, fühlt euch bewundert!

Herzlichst, Kerstin

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Fotografie

12tel Blick im September 2018

von am 30/09/2018

Da ist es, das Ende des September.

Heute war ein Tag, wie er im Herbst-Bilderbuch steht:

Morgens frisch, mit glitzernden Sonnenstrahlen die über die Hügel des Odenwaldes krabbeln, taufrischem Gras und der Notwendigkeit, sich was Gestricktes über zu ziehen. Im Schatten ist es auch am Vormittag noch kalt gewesen, wenn die Sonne den wolkenlosen Himmel schon lange geflutet hatte. Der Nachmittag lud ein, draußen zu verweilen, im Café, vor oder nach dem Spaziergang. Aber wehe die Sonne verabschiedet sich aus einem Winkel, dann wird´s gleich wieder frisch. Um kurz nach sechs war es an meinem See noch sonnig und mild. Aber nur auf der einen Seite. Am gegenüberliegenden Ufer, man ahnt es schon beim Betrachten des Fotos, zieht die kühle Erde schon wieder alles in ihren Bann.

Es soll regnen, morgen schon. Und kalt soll es werden. Eben Herbst. Mal sehen, was es daran Schönes zu entdecken gibt.

Mein 12tel blick wird bei verfuchstundzugenäht verlinkt, bei all den anderen 12tel Blicken.

Herzlichst, Kerstin

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Collage | Pappe & Papier

Teebeutel-Kraniche

von am 26/09/2018

Der letzte Mittwoch im September, also der letzte SepTEEmber-Mittwoch. Da mich eine Grippe ins Haus fesselt, habe ich endlich ein wenig Zeit, ein paar Ideen zum Thema Muster Thema Tee umzusetzen. Also kommt noch dieser zweiter Post heute dazu.

Teebeutel-Papiere habe ich eine Weile sehr intensiv gesammelt. Ich finde sie schön für Collagen und mag ihre sehr feinen Färbungen. Besonders schön sind die gelben Papiere. Das ist ein Tee mit Kurkuma drin. Die Früchtetees färben zwar den Tee sehr intensiv, aber die Farbe an den Beutel-Papieren ist wenig stabil und wäscht sich beim Reinigen des Papiers, von den zuckerhaltigen Krümel fast vollständig aus. Eine ganze Schachtel voll Papiere habe ich.

Da ich ebenso intensiv, eine Zeit lang Kraniche gefaltet habe, hatte ich schon gleich Anfang September die Idee, aus einigen der Teebeutel-Papiere Kraniche zu falten. Viele sollten es werden, in Reihundglied auf ein Hintergrundpapier geklebt. Nun habe ich das umgesetzt. Entweder ich verliere die Lust am Friemeln oder meine momentane Grippe nimmt mir einfach die Kraft. Mehr als die Vier habe ich nicht hinbekommen. Das Papier ist sehr speziell und nicht wirklich gut geeignet zum Falten. Die Falze werden nicht “scharf” genug und ein exaktes Quadrat ist auch schwierig zu Schneiden, da die Ränder z.T unregelmäßig sind. Meine Idee, zusätzlich noch einen ganzen Schwarm an einem schönen Ast fliegen zu lassen, muss also noch warten…

Viere, mit einem leichten Versatz, auf einem 15×15 Format sind es also geworden. Sie sind hauchzart.

Nun fliegen sie, ganz spät, zum Muster-Mittwoch bei Michaela Müller

Und für Kraniche nehme ich glaube ich wieder mein geliebtes Japanisches Origami-Papier…

Herzlichst, Kerstin

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Fotografie | Muster

Pinke Wolken

von am

Ich trinke gerne und oft Tee. Am liebsten Kräutertee, Früchtetee ist nicht so meins, außer im Sommer. Am Vorabend gekocht, über Nacht abgekühlt und am Morgen in den Kühlschrank gestellt, empfängt uns mittags ein wunderbarer ungesüßter Eistee.

(Dafür ist es jetzt schon wieder zu kühl, inzwischen greife ich auf die heiße Variante in einer Riesentasse zurück)

Beim Aufbrühen in einer Glaskanne sind mir irgendwann die pinken Wolken, die langsam beginnen aus den Früchtetee-Beuteln zu fließen aufgefallen. Sie verteilen sich wie Qualm in der Luft, wenn es windstill ist. Wenn der Teebeutel mit heißem Wasser in der Kanne aufgegossen ist, beginnt nach einem Augenblick, zunächst ganz sacht, sich kräftig pink gefärbte Flüssigkeit, am unteren Beutelrand zu bilden. Das Wasser, voll mit pinken Fruchtfarbteilchen ist schwerer als das übrige Wasser. Es beginnt fast zu tropfen und nach unten zu fließen. Schließlich entstehen ersten Verwirbelungen, so wie es auf den Fotos zu sehen ist.  Am Boden der Glaskanne bildet sich langsam ein roter Tee-See im Wasser, wenn die, durch die Turbulenzen entstandenen Wölkchen, ganz abgesunken sind. Irgendwann ist alle Farbe vom heißen Wasser aus den Früchte- und Blütenkrümeln im Teebeutel ausgewaschen.

Das zu Beobachten ist eine wunderbare Möglichkeit, sich den Wert des vergänglichen Moments bewusst zu machen… oder auch einfach nur zu Schauen was da Schönes passiert.

So entstanden ein paar Fotos schon vor einigen Jahren, um diesen Augenblick festzuhalten.

Für das Muster-Thema Tee, habe ich sie rausgekramt. Es zeigt den unteren Rand der Teebeutel, die in einer Glaskanne mit Wasser aufgegossen wurden. Ich habe die Fotos sowohl in Farbe als auch in Schwarzweiß verwendet und anschließend auf negativ gestellt. So sind drei weitere Versionen des ursprünglich pink-weißen Fotos entstanden. Ein besonders schönes Detail habe ich ausgeschnitten und ebenfalls farblich verfremdet.

Sehr psychedelisch…

Die Fotos habe ich dann mit CorelDraw zu Kaschelmustern verarbeitet, indem ich ein Foto vervielfältigt und mehrfach gespiegelt habe. Auf A4 zum Ausdrucken.

Mit den Ausdrucken habe ich dann die 15×15 “Tee ist immer eine Lösung”-Collage gearbeitet.

Hat Spaß gemacht. Die restlichen Ausdrucke kommen in die Kiste mit den Collagen-Papieren.

Und kurz vor dem September-Ende und damit dem Ende des Thema Tee beim Muster-Mittwoch, habe ich es gerade noch geschafft, diesen Post fertig zu bekommen. Hurra! Jetzt kann ich ihn noch bei Müllerin Art und dem SepTEEmber verlinken.

Herzlichst, Kerstin

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Fotografie

12tel Blick im August 2018

von am 02/09/2018

Heute habe ich gewaschen. Auch mein Handy! War noch in der Hosentasche. Klasse! Jetzt ist es ganz sauber, alle Daten sind abgewaschen…

Mein altes Handy funktioniert zum Glück noch, also schnell nochmal an den See geradelt und bei frischen 19 Grad und etwas trübem Frühherbst-Wetter ein neues Foto geknipst. Wer hätte das gedacht, dass man auf dem Fahrrad sitzt und denkt: “hätte ich mal lieber eine Jacke drüber gezogen”.

Ich habe den See in diesem Sommer selten gesehen. Meine Tochter wollte, wenn überhaupt, lieber ins Schwimmbad wegen ihrer Freundinnen und, so paradox das klingt, war es uns oft einfach zu heiß um nochmal zum Schwimmen loszufahren. Im Schwimmbad war der Teufel los und die Wasserqualität im See hat sichtbar gelitten unter der Hitze und der Trockenheit. Regen bringt ja neben Frischwasser auch eine Menge Sauerstoff ins Wasser und das hat einfach gefehlt. Die alte Holzbefestigung schaut deutlich weiter aus dem Wasserspiegel, als sonst.

Also war der heißeste Sommer nach 2003 für uns kein Badesommer. Vielleicht wird es ja ein Badewinter, Hallenbäder gibt es ja zum Glück immer noch genug.

Wird es nochmal warm? Nicht so sehr! Es kühlt schon deutlich ab, in der Nacht und die Tage sind ja auch schon viel kürzer. Morgens muss ich mich schon dicker anziehen, neulich sogar Strümpfe!!! Sowas habe ich fast vier Monate nicht mehr gebraucht. War auch schön, so warm, die lauen Nächte, noch lange draußen sitzen können. Garten gießen musste man auch viel weniger, denn der Rasen war eh hin. Denkt man sich die Sommerzeit mal weg, ist es jetzt schon ganz schön früh dunkel. Nun soll sie abgeschafft werden. Zum Glück, kann ich nur sagen. Meine Kinder hatten immer Probleme damit. Abends nicht ins Bett “ist doch noch ganz hell, Mama!!!!!!” und Morgens nicht raus, weil die Nacht einfach kürzer war, aber die Schule trotzdem um zehn vor Acht begonnen hat. Bis sie sich umgewöhnt hatten, war sie vorbei und abends plötzlich, zack, dunkel, “bin noch gar nicht müde!” hieß es dann immer. Supersache! Also mir würde sie nicht fehlen.

Jetzt das Foto noch schnell verlinkt bei Verfuchstundzugenäht in die August-Liste,

Herzlichst, Kerstin

 

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Collage | Mixed Media

Tee

von am 22/08/2018

Ich brüte über einer Idee

Ich habe ein Stückchen Lieblingspapier und weiß nicht wohin damit – verwenden oder aufheben

Zeitungen zerschneiden sind nicht so meins – da trau ich mich noch nicht so richtig ran. Ich beginne dann Überlegungen, “gute Motive” einzuscannen. Nur, dann ist meine Beschäftigung Scannen und nicht die Collage – auch doof.

Erst mal den Kopf frei machen, über was anderes nachdenken, oder noch besser, über gar nichts nachdenken. Den Moment genießen. Eine Tasse Tee hilft mir dabei. Vom Zubereiten, über das Ziehen lassen, und dann das Trinken. Die warme Tasse fühlen, den Duft einatmen.

Zugegeben, gerade jetzt trinke ich keinen Tee und brauche auch keine warme Tasse in den Händen. Bei der Hitze ist es eher Eistee, eiskalter Kaffee aus dem Kühlschrank oder Wasser, gerne mit ein paar Gurkenscheiben drin. Aber das Prinzip bleibt: Atmen, Trinken, den Kopf leeren. Dann entsteht bei mir Platz für eine Idee. Die kommt dann von selbst. Ein Motto, eine Farbe, eine Textur, ein Detail, ein Motiv. Hier habe ich diesen Prozess zum Thema gemacht:

Manchmal finde ich eine gute Idee,

ganz unten

in einer Tasse Tee

Eine Monotypie, Schnipsel aus einem alten Buch, einer Landkarte, Notenpapier, Verpackungen und handgeschöpftem Papier, Locher-Konfetti, Teebeutel-Papier mit der Reiseschreibmaschine beschrieben, selbstgemustertes Papier aus dem Drucker, Abbildung aus einem Magazin, Druckerpapier mit Typewriter-Font.

Das Ganze auf einem schwarz grundierten Untergrund.

Ich habe meine Stanzer für die unterschiedlichen Kreise nur bedingt einsetzen können, leider scheitern sie an vielen Papierqualitäten.

Meine Reiseschreibmaschine muss repariert werden. Ich muss für jeden Buchstaben das Farbband hoch schieben, denn der Lifter funktioniert nicht mehr. Bei freien Schrifttypen (freefonts) gibt es ganz gute Alternativen zum downloaden. Leider habe ich noch keine gefunden, die alle Umlaute enthält…. hier habe ich eine Sammlung an  Typewriter Fonts  zusammengestellt. Alle kostenlos. Manche ersetzen selbstständig die Umlaute, bei anderen ist einfach eine Lücke. Zur Not lassen sich die einzelnen Buchstaben mit einer Serifen-Schrift wie Times New Roman ersetzen.

Da ist sie, die Idee

Nachtrag: Ich habe eine Weile keinen Beitrag zum Muster-Mittwoch gegeben. Zu viel Stress, zu viele andere Projekte. Dieser Post war schon fertig, als der Muster-Mittwoch im September zum Thema Tee bekannt wurde. Es ist ja auch kein Muster, passt aber dennoch so gut zum Thema, das isch ihn noch bei Müllerin Art verlinkt habe.

Herzlichst, Kerstin

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Fotografie

12tel Blick im Juli 2018

von am 02/08/2018

H I T Z E W E L L E

Etwas verspätet: der 30 Juli am See für den 12tel Blick. Wandert noch schnell in die Linkliste bei verfuchstunzugenäht.

Nicht die Abendsonne, sondern die am Vormittag. Die Hitze hat alles fest im Griff. Egal, ob man die Temperaturen nun mag oder nicht, sie sind extrem für unsere Landschaft, zu extrem. Ich halte mich aus den üblichen Wettergesprächen immer raus, wenn es heißt: “Oh wie schön, wenn es mal richtig heiß ist!”, “ich liiiiiebe die Sonne, wie in Italien!”, “ich hasse die Hitze, hoffentlich ist bald Herbst!”, “alles über 20 Grad ist mir viel zu heiß” usw usw usw. Ich versuche das wetter gelassen zu nehmen, egal, wie es ist.

…der Asphalt kocht auf dem Weg zum See

Wenn ich die ganze Zeit nur denke, wie schrecklich heiß es ist, und wie gerne ich jetzt gerade anders hätte, wird es wirklich unerträglich. Wenn ich den ganzen Tag nur hoffe, dass es endlich Nacht wird und die Nacht dann auch bejammert wird, weil auch die, so wie sie ist, als “zu warm” beklagt wird, geht meine ganze Lebensfreude dahin.

Es ist eben heiß!

Ich kann mich darauf einrichten

ich kann die positiven Seiten davon erforschen

ich kann erleben, was mir bei diesem Wetter besonders gut schmeckt und was nicht

ich finde heraus, welche Art Kleidung angenehm ist

meiner Haut geht es bei diesen Temperaturen einfach prima, all die Probleme, die mit der Kälte kommen, sind wie weg geblasen

Was soll man nur gegen das Schwitzen machen? Laufen lassen!

All die Achtsamkeits-Ratschläge die überall gerne als Tipps und Weisheiten angeboten werden, hier können sie angewendet werden. Denn diese sind eben nicht für optimale Bedingungen entwickelt worden. Wer bei 22 Grad, leichtem Wind und leicht bewölktem Himmel, und einem bereits vorhandenen Wohlbefinden, versucht sich im Augenblick verankert, wird damit keine großen Schwierigkeiten haben. Aber Ruhe zu finden trotz widriger Umstände, wie z.B. große Hitze, die als unangenehm bewertet wird, ist schon schwierig. Leicht stellt sich dann ein großes Gedankenkreisen ein, darüber, wie schön doch jetzt alles wäre, wenn dieses und jenes anders wäre. Ja, der Schweiß fließt, mein Gesicht ist permanent feucht und die Brille rutscht auf der Nase, aber ich könnte mich ja auch mal mit den Körperstellen beschäftigen, die sich ganz gut anfühlen.

Entwickelt wurde die Achtsamkeit nach Jon Kabat-Zin um Patienten mit chronischen Schmerzen ein positiveres Lebensgefühl zu geben. Da lassen sich doch meine paar Schweißtropfen ganz gut verkraften.

Interessant finde ich auch, dass nun in der Landwirtschaft Dinge diskutiert werden, an die ich mich noch aus den 80er Jahren erinnern kann: Sinnvolle Fruchtfolge auf den Feldern um den Boden gesund zu halten oder das grundsätzliche Vermeiden von Monokulturen und kleinere Mengen aber dafür vielfältigere Sorten zu produzieren. So könnten auch bei extremen Wetterlagen bessere Erträge erzielt werden. Manche Landwirte bauen eine einzige Pflanze an! Wie gefährlich das sein kann zeigt sich jetzt sehr deutlich.

Es ist keine Wetteränderung in Sicht. Es geht heiß weiter. Trinkt alle genug,

herzlichst, Kerstin

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Ecoprint

Ecoprint im Regenwald – Ecoprinting in the rainforest

von am 12/07/2018

Was gibt es besseres, als ein Stückchen Stoff, das mit Pflanzen von einem ganz bestimmten Fleckchen Erde durch Ecoprint veredelt wird? Ein wunderbar authentisches Souvenier aus dem Urlaub oder von einer Reise.

Für mich ist das hier eine schöne Erinnerung an einen Mittag im Dschungel, als auf dem Herd der Freiluft-Küche ein Bundle leise simmerte damit eine Handvoll Blätter einem mitgebrachten Hemdchen ein wenig Regenwald einhauchen konnten. In diesem Fall der Regenwald im Süden Costa Ricas.

Ich habe inzwischen einiges an Erfahrungen sammeln können, habe India Flints Bücher nicht nur im Regal stehen, sondern auch viel darin gelesen, ziemlich spät nochmal einen Einsteiger-Kurs bei Jeromin (von denen es übrigens auch ein deutschsprachiges Buch über Ecoprint gibt) besucht, um die eine oder andere Sache etwas strukturierter anzugehen und viele Fragen zu klären und, last but not least, habe einiges an Stoffstücken und -stückchen mit Blättern, Rost und Pflanzensud veredelt. Ich kenne unsere heimischen Pflanzen inzwischen ganz gut, welche Blätter gute Ergebnisse liefern, und welche nicht. Aber die völlig andere Vegetation im Regenwald, so viele unbekannte Pflanzen! Leider habe ich im Internet keine verwertbaren Artikel oder Blogeinträge finden können. Klar, Erfahrungen zu tausenden mit Eukalyptus und mit vielem anderen, was eben in der Landschaft und den Gärten der gemäßigten oder auch noch der subtropischen Klimazone wächst und gedeiht. Aber Urwald, Fehlanzeige. Meine Fragen dazu wurden von allen gleich beantwortet: Ausprobieren!

Fertig gebeizter Stoff, ein kleiner Dämpfeinsatz und Schnüre zum Wickeln habe ich vorbereitet und in meinem Gepäck verstaut. So konnte ich beginnen zu experimentieren, als ich angekommen war. Ich suchte nach festen Blättern und nach Farbigen und fertigte mit ihnen ein Probebundle an. Tatsächlich ergab eines der Blätter sehr schöne, kräftig dunkelgrüne Blattabdrucke.  Die Costa Ricaner im Süden des Landes sind sehr naturverbunden und dementsprechend groß war das Interesse daran, was ich da treibe.

Das Ergebnis war grandios und ich restlos begeistert! Kräftiges sattes Grün und deutliche Blätter.

Trotz Kupferanteil in der Beize werden die meisten Abdrucke dennoch schwarz. Also diese Blätter waren ein Treffer. Leider wusste keiner, wie die Pflanze heißt und der botanisch erfahrenste, der wunderbare Esteban, der stundenlang mit uns durch den Dschungel stapfte und uns stille Stellen, Pflanzen in verborgenen Ecken und winzige (aber seeeehr giftige) Frösche zeigte und zwar sowohl am Tag als auch in der Nacht, meinte, die Pflanze sei nicht von hier, die hätte jemand angepflanzt, weil sie schön sei…

?????

Ein wesentlicher Punkt beim ecoprint ist immer die Haltbarkeit der Farben. Manches ist einfach nicht von Dauer, verändert sich durch Waschen, Sonnen- oder Sauerstoffeinwirkung. Wahrscheinlich habe ich es hier einfach verbockt. Das Shirt ist in der normalen Wäsche gelandet. 30°C und Biowaschmittel haben ausgereicht, um das Meiste an Farbpigmenten wieder auszuwaschen. Das ist sehr schade, zumal ich ja nicht nochmal ein Zweites herstellen kann. Es ist verblasst. Ich versuche mal raus zu finden, um was für eine Pflanze es sich handelt. Vielleicht gibt es sie im botanischen Garten in Heidelberg. Vielleicht kann ich drei-vier Blätter bekommen, vielleicht. Vielleicht liegt es auch am T-Shirt. Manches klappt einfach nicht so gut. Zum Glück habe ich die schönen Fotos. Und das Shirt wird weiterverarbeitet. Vielleicht ecoprinte ich meine geliebte Deutsche Eiche drüber, hahaha! Die wird einfach immer ganz prima und hat sich als sehr haltbar erwiesen, aber eben schwarz.

Am Ende unserer Reise in einem Ferienhaus in San Jose

herzlichst, Kerstin

 

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Muster

Fernweh Muster – mit freebe

von am 05/07/2018

Mein Urlaub, der in diesem Jahr eine Reise war, ist schon vorüber. Da wir in Baden-Württemberg wunderbare zwei Wochen Pfingstferien haben, ist das immer eine gute Möglichkeit schon im frühen Sommer, zu verreisen.

(Nein, wir haben nicht zwei Wochen mehr Ferien als andere Bundesländer. Diese zwei Wochen werden an den Oster- und Weihnachts/Winterferien eingespart. Die Sommerferien sind immer von Ende Juli bis Anfang September. So haben wir nicht mehr, aber öfter Ferien und sind im Sommer immer die Letzten. In Bayern ist das genauso.)

Die Sommer-Post hat ja das Thema Reise. Nun hat Michaela Müller für den Muster-Mittwoch auch das Thema Reise ausgerufen. Das passt doch prima zusammen! Aus Zeitmangel habe ich mich für eine erste Idee ein wenig am PC beschäftigt. Ich habe die guten alten Windings und Webdings ausgegraben. Und ich wurde fündig: Symbole mit eindeutigem Bezug zum Reisen. Im Textverarbeitungsprogramm habe ich einfach Reihen und Felder produziert, als Hintergrund oder Streifen, wie Washi-Tape zu verwenden. Dann habe ich mit sommerlichen Farb-Kombinationen gespielt.

Ich habe einen C6-Umschlag als Schablone verwendet und aus den bedruckten A4-Bögen, Briefumschläge hergestellt. Die Webdings-Zeichen sind dabei ganz klein. für passendes Reise-Briefpapier habe ich sechs verschiedene Zeichen extrem vergrößert. In einer ganz zarten Farbe sind sie ein schöner Hintergrund für passendes Briefpapier. So lässt es sich komplett beschriften oder aber die Abbildungen für sich sprechen lassen und nur Bereiche des Bogens beschriften.

Die Muster-Bögen können als PDF herunter geladen werden. Einfach dieses Fotos anklicken.

Nachdem mein Reise-Briefpapier fertig war, lag es so da… also begann ich Briefe zu schreiben, Sommer-Post auf Fernweh-Papier. Ich habe schon lange keine richtigen Briefe mehr geschrieben. Vielleicht ist das eine nette Nebenwirkung der Post-Kunst-Werke auch wieder “in echt” zu schreiben.

Ich hatte eigentlich vor, meine ganzen Scrapbook-Sachen zu verkaufen. Inzwischen setze ich sie gerne wieder ein. Nicht so überbordend wie früher, aber der Briefmarken-Stanzer mit passenden Stempelmotiven von Stampin´ Up hat hier wirklich prima gepasst. Manchmal muss man die Dinge nur lange genug liegen lassen…

Und ab die Post-Kunst. Lustigerweise gehen beide nach Bayern.

Die Muster-Papiere gehen auch zum Muster-Mittwoch bei Müllerin Art , obwohl schon Donerstag ist… Das Sommer-Muster-Thema ist Reisen, passend zur Sommer-Post des Post-Kunst-Werke Blog und natürlich passend zur Jahreszeit, ganze zwei Monate lang.

herzlichst, Kerstin

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