Collage | Mixed Media | Pinsel und Farbe

mal PAUSE machen

von am 20/05/2018

Die Frühlings-Post ist zu Ende. Alle neun Werke sind bei mir angekommen und ich bedanke mich bei den kreativen Geistern der Gruppe 2! Ich werde mich in der nächsten Zeit mit den Drucken beschäftigen, aber im Moment haben sich ganz andere Projekte in den Vordergrund gedrängt. 

Eine Mixed-Media Collage: Aquarell-Hintergrund, Aquarell-Zeichnung, gestempelt, gelettert, geschnitten und geklebt  auf Aqarell-Papier, Träger ist eine grundierte Leinwandpappe mit Acrylfarbe gewischt.

Die Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

kein Stein bleibt auf dem anderen

vieles ist schon in die Wege geleitet

manches muss noch (dringend) erledigt werden

einiges konnte abgeschlossen werden

 

daher heißt es jetzt

vom bloggen

ein Motiv, das ganz zum aktuellen Tropen-Trend passt, Pink, Hellgrün, Gelb, Türkis. Monstera-Blätter, DIE Zimmerpflanze der 60ger Jahre, völlig aus der Mode gekommen und plötzlich wieder überall zu sehen. Braucht viel Platz aber dafür wenig Licht. Die Blätter sind grad überall zu sehen. Meins ist nicht echt 😉

Mein alter Schulatlas hat immer noch viel zu bieten, für Collagen und hier zum Hinterkleben.

Bier trinke ich eigentlich gar keins. Aber eine Schwäche für schöne Flaschen hat dieses hawaiianische Bier in meinen Besitz gebracht. Passend zum Vulkan im Nebel, der aus dem Urwald schaut. Also, Beine hochlegen und die Sonne genießen. Mein Badesee hat eröffnet, da wachsen zwar keine Palmen und in den Ästen hängen auch keine Faultiere, aber Chillen kann man dort ganz vorzüglich!

herzlichst, bis dann, bis demnächst,

Kerstin

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Ecoprint

Rost Print – Upcycling einer Legging

von am 13/05/2018

Nachdem ich India Flints Buch Eco Colour gelesen habe, bin ich mutig geworden, mal was auszuprobieren. India schreibt vom Lagern des vorbereiteten Stoff in Erde, Kompost, Waldboden. Ich habe eine Kiste genommen, sie mit Erde, viel Kaffeesatz und vor allem Walnußschalen gefüllt. Die Legging habe ich an manchen Stellen mit Schnüren umwickelt, wie in der Shibori Abbindetechnik und als erstes in Walnußsud für ein paar Stunden kalt eingelegt. Anschließend habe ich sie in die Kiste gebettet.

Direkt zum Stoff habe ich französische Backförmchen gelegt. Ich habe sie vor vielen Jahren mal in der Provence gekauft und nie zum Backen verwendet. Aber sie gefielen mir, weshalb ich sie aufgehoben habe. Jetzt kommen sie zum Einsatz. Ich habe sie mit Essigwasser eingesprüht und etwas an der Luft rosten lassen. Ich hoffe die Blechornamente ergeben Rostabdrucke auf dem Stoff. Ich habe sie in den Stoff eingewickelt und alles mit der Erde-Kaffee-Walsnuß-Mix umgeben und bedeckt.

Und dann kam der schwerste Teil: das Waaaaaaaarten.

Nach 4 Tagen und immer wieder feucht halten, habe ich es nicht mehr ausgehalten. India lässt die Bundles zwei Wochen irgendwo lagern. Das habe ich nicht geschafft.

Und tatsächlich haben die Blechförmchen sehr schöne Abdrucke, Ornamente und Linien hinterlassen. Der Rest ist eher blass geblieben, was aber einen guten Kontrast bzw Hintergrund ergibt.

An manchen Stellen kann man die Abbinde-Technik erkennen und

die schöne Stellen durch den direkten Kontakt mit den rostigen Förmchen.

auf der Leine, fast fertig

die Walnuß-Schalen haben ein schönes Graubraun gefärbt. Aus einer langweiligen und überflüssigen und daher nur einmal getragenen, weißen Legging wurde ein einzigartiges Teil. Ich liebe es! Und ich trage sie gerne zu meinem Lieblings-Jeans-Rock. Das kräftige Orange vom Rost harmoniert ganz prächtig mit Indigo!

Wie haltbar die Rostprins auf Stoff sind ist nicht ganz klar. Also der Rost selbst ist sehr haltbar, aber es kann mit der Zeit zu kleinen Löchern kommen, die er in das Gewebe frisst. Oxidation ist halt was aggressives. Aber kleine Löcher sind Gebrauchsspuren. Dazu gibt es eine ganz eigene Philosophie: Wabi-Sabi. Also wenn Löcher entstehen ist das kein Grund zur Sorge sondern nur ein Anlass, vielleicht ein wenig zu Sticken.

herzlichst, Kerstin

 

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Ecoprint

India Flint´s EcoPrint

von am 11/05/2018

Nur so aus dem Augenwinkel habe ich Ecoprint das erste Mal wahrgenommen. Das ist schon dreivier Jahre her. Ein Artikel in einer Ausgabe der Happinez beschäftigte sich mit der australischen Textilkünstlerin India Flint (heißt die echt so???). Wenig Geschriebenes und die Bilder waren ganz und gar wunderbar. Stoffe im Gegenlicht, mit zart und konturiert abgebildeten Blättern. So richtig verstanden, um was es da geht, habe ich damals nicht. Als Textilbesessene haben mich natürlich nicht nur die Fotos begeistert. Ich begann im Internet zu suchen und wurde erstaunlicherweise nicht wirklich fündig. Bei manchen Themen überschwappt es einen regelrecht, aber hier blieb alles eher rar. Das machte es für mich um so interessanter!

Um was geht es dabei? Was soll das? Wie funktioniert es? Was ist möglich und wo sind die Grenzen? Welches Material wird gebraucht? Die Idee lag eine Weile auf Eis.

Eucalyptus auf feinem Wollgewebe

Ich fand bei YouTube einiges, aber fast ausschließlich aus den USA. Tutorials von suuuuuperbegeisterten Amerikanerinnen die immer wieder betonen, wie unglaublich und schön und bewundernswert und einzigartig diese Technik und noch viel mehr IHRE eigenen Werkstücke sind und man unbedingt ihren Blog aber noch viel besser gleich ihre Workshops besuchen soll. Also viel Eigenlob und Eigenwerbung, aber wenig Anleitung. Auch habe ich habe ein paar wirklich schöne deutsche Blogs gefunden, die sich mit Naturfarben und Textilien beschäftigen und zum Thema Eco Print etwas mitzuteilen haben: Machwerke, AugentrostBrunhilde Scheidmeir und Textile Ideen

Absolut wunderschön ist India Flints ruhiger, fast melancholischer Take, aus Nordengland. Auch hier keine Anleitung, aber Anregung: Sehr inspirierend. Der Link führt auf ihre Homepage, dieser zum Film.

verschiedene Blüten auf gebeizter Baumwolle

Langsam verstand ich den Grund für die spärliche Anleitung. Die Technik an sich ist supereinfach: Stoff, Blätter, Wasser-Dampf. Aber je geringer die Materialien und Werkzeuge sind, desto mehr liegt das Können in Erfahrung und somit im Zeitaufwand. Es ist unmöglich ein Ergebnis zu zeigen, eine Schal oder ein Shirt und dann zu sagen, “Step 1, 2, 3…. und dann hast du genau das, was ich dir hier gezeigt habe”. Es ist ein künstlerisches Verfahren und warum sollte ein Künstler alles verraten, was er weiß und kann. selbstbewusst kann er sagen, “lerne Kunst, dann suche Deinen eigenen Weg, das ist meiner!”. Das sollte man respektieren.

Im letzten Sommer habe ich mich dann endlich rangetraut. Als Ergotherapeutin weiß ich nur zu gut, wie sehr innerhalb der Handlungsplanung der Teufel im Detail steckt und Dinge, die allzu einfach wirken, durchaus anspruchsvolle Projekte sein können. Nichts geht über Fehler machen, Erfahrungen sammeln, Beschaffenheit erkunden, andere Wege erproben. Also Anpacken! Anders funktioniert es nicht.

Inzwischen verfüge ich über einiges an Erfahrung, habe mit Sud und Beize experimentiert, zusätzliche Naturfarben verwendet und einige schöne Ergebnisse erhalten. Auch habe ich ein wenig eine Vorliebe entwickelt: Rose und Eiche. Eine wilde Mischung davon ist auf den Fotos hier zu sehen.

Eucalyptus, andere Blätter und Beeren auf Wolle

Die Möglichkeiten der Kontrolle, was am sich Ende auf dem Stoff (oder dem Papier) zeigt, ist eher gering. Die Variablen sind enorm:

  • Die Qualität der Blätter, die Beschaffenheit des bedruckten Materials
  • Die Mehrfachabdrucke, die durch das Aufrollen und Durchschlagen der Farben auf die drunter liegenden Schichten entstehen (die übrigens in vielen der Tutorials auf You Tube, mit Plastikfolie verhindert werden, um “saubere” Drucke zu erhalten, was mit der ökologischen Grundidee von India Flint überhaupt nichts mehr zu tun hat! Man sollte auf das Zwischenlegen von Papieren oder eines zweiten Stoffes zurückgreifen, wenn man diesen Effekt verringern möchte.)
  • Das Entstehen von Flecken. Manchmal geraten die Abdrucke nur schemenhaft oder schattiert, ohne kontrastreiche Ränder oder die Stiele bluten aus. Das ist Teil dieses Verfahrens und nicht zu verhindern, es gehört dazu. Auch dabei handelt es sich um Farben, die von den Blättern an den Stoff oder das Papier abgegeben werden. Rein vom gestalterischen Standpunkt aus, trifft das nicht jeden Geschmack. Manche finden, die Stoffe sehen einfach dreckig aus.
  • Dazu kommt die begrenzte und nur gering zu beeinflussende Farbpalette. Allerdings können klassische Naturfarben, die direkt, vorher oder nachher mitverwendet werden, wunderbare Ergebnisse erzielen. Ich kann nicht sagen “Dieses Blatt will ich in dieser Farbe haben”. Mit etwas Erfahrung weiß ich, das dieses Blatt, mit einer bestimmten Beize auf einem bestimmten Untergrund, z.B. eher Grüntöne entwickelt.
  • Die Weiterverarbeitung ist für viele ein wichtiger Punkt. Was mache ich mit Papieren oder Stoffstücken. Ein Interesse am Nähen und der Papierverarbeitung kann von Vorteil sein. Aber ohne ein Interesse in diesen Bereichen kommt man vielleicht auch gar nicht zum Eco-Print

Die Freude am Experimentieren steht also im Vordergrund. Man muss die Kontrolle verlieren können und sich auf den Prozess einlassen, ohne das Ergebnis schon vorher festlegen zu wollen. Es gibt keine Pannen, kein “Oh Gott, so wollte ich das ja gar nicht haben, das Bild auf Pinterest war doch so und so, was habe ich denn nur falsch gemacht?!”.

verschiedene Blätter, Cochenille und Blauholz auf veganem Leder

Denn es gibt keine Fehler in der Natur, es gibt Ereignisse und EcoPrint ist als absolut natürlicher Prozess und Abbildung solcher Ereignisse zu sehen: Blätter geben durch Wärme, Zeit, Feuchtigkeit und evtl. unter dem Einsatz von beizenden Substanzen, Farbstoffe an Fasern ab, die sich dort dauerhaft verankern.

In Mannheim, also quasi bei mir um die Ecke, gibt es einen Laden, der nicht nur die nötigen Materialien verkauft, sondern sozusagen DIE deutschsprachige Adresse zum Ecoprint ist. Es gibt ein deutschsprachiges Buch, das der Ladeninhaber Fritz Jeromin mit der in Speyer ansässigen Textilkünstlerin Brunhilde Scheidmeier verfasst hat und im Eigenverlag vertreibt, es gibt weiße Stoffe in unterschiedlichen Qualitäten und alles zum Thema Textilveredlung. Hier ist die Webseite. Das schönste aber sind die Workshops, die ganzjährig angeboten werden. Noch schöner ist der Erfahrungsschatz der Inhaber, den sie gerne teilen und die Vielzahl an Referenten, die sie für die Workshops einladen.

Neben einigen internationalen Textilkünstlerinnen geben übrigens auch Michaela Müller und Kristina Schaper Workshops bei Jeromin.

Ich geh jetzt mal Blätter pflücken,

herzlichst, Kerstin

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Collage | Handgedruckt: Stempel | Mixed Media | Muster

Muster-Mittwoch Mai – Frühlings-Bäume Nr.1

von am 02/05/2018

Mit vorhandenen Blätter-Stempeln entstand nach einigem Üben, ein regelmäßiges Frühlings-Blatt-Muster. Etwas schwierig, die bBätter exakt zu Platzieren. Eigentlich sind sie Teile für eine Natur-Landschaft, an der ich arbeite.

Ein Bezugs- oder Collagepapier

Gleich verwertet, für zwei Geburtstags-Karten, maskulin.

Mit Seiden- und Transparentpapier habe ich noch ein Blatt gestaltet. Sieht eher wie ein Baum aus, oder ein Hybrid. Jeder sieht, was er/sie möchte.

Die Karten sind schon ausgeliefert. Jetzt verlinke ich meine Frühlings-Baum-Blätter noch bei Michaela Müllers Muster-Mittwoch.

Herzlichst Kerstin

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Fotografie

Zwölftel Blick im April 2018

von am 30/04/2018

Der Waidsee im April bei 20°C

Alles ist grün geworden! Nach dem seeehr langen Kälteeinbruch Ende Februar und noch lange in den März hinein, war alles, wortwörtlich, “auf Eis” gelegt. Als es dann Anfang April plötzlich warm und sonnig wurde, sind die Bäume förmlich explodiert. Innerhalb von drei Wochen wurde das zuvor grau-schwarze Landschaftsbild, Tag für Tag grüner. Unmengen von Pollen müssen seit dem durch die Luft fliegen. Nicht das mich das plagen würde, aber auf der Oberfläche des Sees haben sich riesige Schlieren gebildet und erst auf den Autos… aber das nervt eher die Männer.

Eigentlich wollte ich in den letzten 4 Wochen mal nachfragen, wie diese exakten Bildausschnitte und Perspektiven in den anderen Fotos gelingen. Selbst wenn ich es schaffe, immer an genau der selben Stelle zu stehen, gelingt es mir nicht. Ich habe mir ein paar Marker gesetzt, aber heute war wieder alles anders, weil das Gegenlicht so heftig war, dass ich den Felsen rechts im Bild gar nicht erkennen konnte. Der Unterschied zur Perspektive im März ist enorm. Das kratzt an meinem Perfektionismus… Auch das Tool, in das jedes Bild in den anderen Blogs eingestellt wird und das monatlich ergänzt wird, habe ich noch nicht gefunden/kapiert. Bis Ende des Jahres werde ich es hin bekommen. Jetzt mach ich einfach mal weiter. Bin ja das erste Mal dabei, da darf man auch Fehler machen.

Die inzwischen grünen Bäume kann man abends so auch nicht erkennen. Ich muss mal morgens ein Foto machen, da habe ich die Sonne im Rücken.

Mein nächstes Bild wird 5 Tage später kommen. Bis dann,

herzlichst, Kerstin

 

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Collage | Handgedruckt: Stempel | Mixed Media

zarte Blüten…

von am 25/04/2018

…in Kirschbäumen verwandeln die Bergstraße Mitte April in eine traumhafte Szene.

Für meine Frühlingspost-Walzendrucke habe ich dieses Landschafts-Bild schon verwendet.

Beim Werkeln und Entwerfen meiner Walzen, entstanden Stempel: Äste, Blütenblätter und Blütenmitten. So eine kleine Blüte mit einzelnen Blütenblättern zu stempeln ist eher mühsam. Aber das Ergebnis ist einfach schön, da man die Stempel mit mehrmaligem Abdrucken farblich abstufen kann. Manche Blätter haben nur noch einen Hauch Farbe. Dieser Effekt gefällt mir sehr gut, da nehme ich die Mühe auf mich.

Als die Verlosungs-Aktion “Frühlingsboten” vom Haupt-Verlag bekannt wurde, habe ich erst mal viele Ideen gehabt und einige Collagen angefertigt. die hatten aber alle irgendwie so gar nix mit Frühling zu tun. Am Ende landete ich bei meinem Kirschblüten-Thema und meinen Entwurfs-Stempeln.

Damit habe ich die Karte gestaltet. Im Hintergrund mein Walzen-Druck. Ähnlichkeiten beabsichtigt.

gestempelt

collagiert

coloriert

und gelettert

Die Stempel bilden den Hintergrund. Die Bienen habe ich mit dem Laserdrucker auf chinesischem Wenzou-Papier gedruckt. Das habe ich bei einem Workshop von Sabine Jeromin-Gerds kennen und lieben gelernt. Die einzelne Blüte ist aus handbedruckten Papieren zusammengestellt. Ich mache, wenn noch Farbe übrig ist auf der Druckplatte, immer nochmal einen Abdruck. Dabei ist immer auch Wenzou Papier oder gerne auch auf irgendeinem anderen Papier, was grad rumliegt. Diese Resteverwertungs-Papiere sind hervorragend Für Collagen. Das Pinke ist ein Verpackungspapier, das ich mit einem Holzmaserungs-Stempel bedruckt habe.

Das Lettern ist nicht so ganz meins. Ich tu mich da etwas schwer. Vielleicht mit etwas mehr Übung? Brush-Pens liegen mit gar nicht. Ich bekomme keine dünnen Linien hin. Ich habe mich entschieden die Konturen und Linien vorzuzeichnen und dann die breiten Striche auszugemalen. Mit einem Tusche-Stift mit feiner Spitze.

Tja und das Thema: Die Bienen. Ich habe vor vielen Jahren das Buch “Der stumme Frühling” von Rachel Carson, aus dem Jahr 1962 gelesen. Das Thema ist Artensterben durch Umweltgifte. Da ging es zwar um Vögel, aber mit Bienen ist es das Gleiche. Ich lass für die Bienen und alle anderen “Viecher” den Rasen zu einer Wiese wachsen und die Zaunrübe darf auch dieses Jahr wieder die Hecke überwuchern. Wenn jemand fragt, ob wir die Gartenpflege vergessen, dann vertrete ich den Zustand als zeitgemäße, naturnahe Gartengestaltung. Basta! Und ein wilder Garten muss auch gepflegt werden, aber eben anders!

Eigentlich wollte ich eine kleine Karten-Serie herstellen. Aber die Details waren doch sehr aufwändig. Daher bleibt es ein Unikat. Ich werde die Karte scannen und ausdrucken um sie zu vervielfältigen. Diese Eine bekommt eine Freundin Anfang Mai zum Geburtstag, selbstverständlich per Post!

Und jetzt: Daumen drücken für die Verlosung.

herzlichst, Kerstin

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Muster | Upcycling

Muster-Mittwoch April – Mandala Nr. 4 – Bauklötze, upcycling

von am

aus den frühen 70gern. das Must-Have im Kinderzimmer. Buchenholz. unbunt. mathematisch: die Längen und Höhen der verschiedenen Bauklötze verdoppeln sich, alles passt zusammen. wenn man an was Gebautes drangestoßen ist, ist alles umgefallen… frustrierend. Aber so sollte das sein, galt als pädagogisch wertvoll. alles im Fluss oder Frustrationstoleranz entwickeln. manchmal einfach nur das Interesse verlieren. mein Opa hat ein paar Steine mit mir angemalt. was ein großer Frevel war. noch dazu mit völlig ungeeigneten Filzstiften. so ist auch dieser Osterhasen-Stein entstanden, den ich beim Sichten der Bauklötze gefunden habe und auf Instagram gepostet hatte.

Meine Kinder hatten nicht wirklich Interesse an den Steinen. Aber weggeben konnte ich sie auch irgendwie nicht.

Eigentlich habe ich Griffe für Stempel gesucht. Dafür verwende ich schon seit einiger Zeit die kleinen Klötze. Ich mag dieses ständige Ummontieren auf Acrylblöcken nicht. Wenn ich Stempel entwerfe, passe ich sie oft schon einem Bauklotz an. Das geht prima, wenn das Motiv nicht zu groß ist.

Als ich beim Sortieren war, begann ich ein Mandala zu legen. Nach dem LEGO Mandala von letzter Woche quasi eine Mustervariation in uni. Denn Mandalas sind immer noch die Muster-Mittwoch Inspiration im April bei Müllerin Art.

Zwischen den pädagogischen Hochkarätern fanden sich auch ein paar Bauklötze mit Hochglanzlackierung. Eine Hausfront konnte damit gebaut werden. Die habe ich geliebt!

Dann kam mir eine Idee: Mit den beiden großen Platten von den farblosen und einem langen Teil, das halbiert der Länge der Platten entspricht, also entzwei gesägt werden musste, hab ich mir ein kleines Regal gebaut. Einfach mit Bastelkleber alles zusammengeklebt. So bringe ich etwas Ordnung auf dem Bord über meinem Arbeitstisch, indem ich die großen Stempelkissen darin lagere. Das gefällt mir total gut! Und meine ollen Bauklötze haben eine zeitgemäße Verwendung gefunden.

Vielleicht habt ihr auch noch Bauklötze? Macht was draus!

Mit den LEGOs schwirrt mir auch noch eine upcycling-Idee im Kopf herum….. oder auch zwei.

 

herzlichst, Kerstin

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Fotografie

Muster-Mittwoch April – Mandala Nr.3 – LEGO und ein Ausflug in die schwäbische Karibik

von am 18/04/2018

  Lego Steine

Chaos

Ordnung

Wir sind vier LEGO-liebende Kinder. Zweimal männlich, zweimal weiblich.

Lego hat, wie viele andere Spielwarenhersteller auch, es geschafft, klare geschlechtliche Zuordnungen zu schaffen. In meiner Kindheit ging es um das Auflösen von Rosa für Mädchen und hellblau für Jungs. Ich hatte Autos und Puppen zum Spielen, für meine erste Barbie musste ich kämpfen die Legosteine waren in erweiterten Grundfarben (plus Grün, Schwarz und Weiß), für Kinder, nicht für Mädchen oder Jungs. Das damalige Konzept, das Sozialisation in den Vordergrund gestellt hat, ist nicht aufgegangen. Die unterschiedlichen Bedürfnisse von Mädchen und Jungs scheinen doch mehr angelegt als anerzogen zu sein. Die emanzipiert erzogenen Mädchen von damals sind die Mütter von heute, die an den Töchtern vielleicht auch etwas nachholen?!?

Meine Tochter und ich haben ein Mandala mit den “Mädchen-Steinen” gelegt

Die Firmen haben Kinder als indirekte Kunden entdeckt. Eltern und Großeltern kaufen wie die Weltmeister, immer noch was neues, zu dem ganzen, schon vorhandenen. Lego Star Wars geht für Mädchen gar nicht, da muss dann alles wieder von vorne los gehen und Lego Friends muss her. Gut für die Firmen, schlecht für die Familien…

Viel Kreativität lassen die heutigen Bausätze ohnehin nicht mehr zu. Die Steine sind immer konkreter geworden und Sondersteine mit ganz genauen Funktionen, lassen wenig Raum, Formen selbst zu entwickeln.

Das Mandala war da schon ein wenig kreatives Recycling. Aber wir mussten ständig zählen, ob bestimmte Steine in ausreichender Anzahl vorhanden sind. An manchen stellen sind Lücken entstanden, an anderen haben wir improvisiert.

Meine Tochter und ich haben mal wieder mit LEGO gespielt. Schön war´s. Das Mandala für den Muster-Mittwoch.

In den Osterferien waren wir im LEGO-Land in Günzburg.

Mit Sonderkarten, quasi umsonst. Ein kleiner Abschied, es wird wohl das letzte Mal gewesen sein. Der 7. Besuch in den letzten 10 Jahren. Mit Freundin hatte das Tochterkind viel Spaß und wir konnten die Sonne genießen, Kaffee trinken und mussten nicht in den langen Schlangen mit anstehen. Aber der Zauber von damals, als die Kinder klein waren, ist verflogen…

Auf dem Weg dorthin liegt der Blautopf.

Dieser kleine Abstecher hat sich gelohnt! Eine Karstquelle des Flüßchen Blau. Die Wasserzusammensetzung ist eine ganz besondere. Sie führt dazu, das blaugrüne Lichtanteile stärker reflektiert werden. Dadurch wirkt der kleine Quellsee wirklich seeeeehr blau. Wie Karibik im Wald. Und tief ist der kleine See: 22 Meter. Es laufen normalerweise 2000 Liter pro Sekunde in die Blau! Eine kleine Mühle wird schon einige Jahrhunderte angetrieben und kann heute als kleines Museum besichtigt werden. Morgensonne am Blautopf und die Bäume waren noch laublos.

herzlichst, Kerstin

 

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Handgedruckt: Stempel | Muster | Post Kunst Werke

Walzendruck – Schritt für Schritt – Schicht für Schicht

von am 16/04/2018

Making of – Frühlingspost 2018 – Walzendruck – Teil 2

Ich habe Büttenpapier verwendet, da dieses keine Faserverlaufsrichtung hat und sich nicht rollt, wenn es feucht wird. Das hat den Herstellungsprozess sehr vereinfacht. Ich hatte ursprünglich mit gewalztem Zeichenpapier probiert und das hat sich beim Grundieren extrem gerollt und ich musste jedes Blatt mit Masking Tape aufkleben und durchtrocknen lassen.

Der “sanfte Morgentau” ist die Original Wandfarbe, mit dem ich für den Hintergrund das komplette Papier grundiert habe. Das Flächige fand ich geeignet für die Wandfarbe. Für die einzelnen Motiv-Schichten habe ich dann Acryl-Farbe verwendet.

Ich habe Umbra und Pink jeweils mit Weiß pastellig angemischt und mit einem Klecks “sanfter Morgentau” angeglichen

So sind die Farbtöne gebrochen und harmonisiert. Ein Trick, den ich mal in einem Malkurs gelernt habe. Ich habe Farbproben angefertigt und der Klecks hatte wirklich eine harmonisierend Wirkung.

Beim Ausprobieren habe ich ein Problem als besonders störend empfunden:

Meine Walze neigte dazu, über den Untergrund zu rutschen, anstatt gleichmäßig abzurollen

Das Aufnehmen der Farbe war mit einer Gelli-Platte einfacher. Bei einer harten Farb-Platte hatte meine Walze oft nicht genug Kontakt, was dazu führte, das sie die Farbe nicht rollend aufgenommen hat, sondern gerutscht ist, und die Farbe dann dick und fett an manchen Motiv-Rändern saß, aber nicht auf deren Fläche. Die Farbe selbst funktionierte besser, wenn sie dicker und pastiger war. Da hatten die Stempel-Flächen der Motive mehr Grip, was sich auch auf das Abwalzen auf dem Papier positiv ausgewirkt hat

Auch auf dem Papier neigte die Walze dazu zu “sliden”. Dadurch ergaben sich Teile des Abdrucks, die wie in die Länge gezogen aussehen. Ich habe viel geübt. Dieser Effekt hängt mit der Rolle, dem Untergrund, der Farbeigenschaften und der Technik, gewissermaßen der Walzen-Führung, zusammen. Walze und Untergrund muss man kennen lernen, die Farbe entsprechend mischen und evtl. etwas Andicken und das mit dem Druck ist so eine Gefühlssache. Damit der Walzen-Abdruck übers gesamte Papier ausgeführt werden kann, musste ich zum Ende hin den Druck auf die Walze ohnehin erhöhen, damit bei der zweiten Walzen-Runde die restliche Farbe gut abgegeben wird. Aber ich kann die Walze nicht am Anfang in Farbe ertränken, sonst hat sie keinen guten Papierkontakt und “schwimmt”.

Also, Farbe und Papier “lesen” und beherzt Walzen, ist mein Tipp. Bei insgesamt vier Walzen die ich verwendet habe, hatte ich ja genug Durchgänge zum Üben… Am Ende lief bei meinen 15 Drucken alles wie am Schnürchen. Trotzdem ist mir bei den Umschlägen an der einen oder anderen Stelle genau das Sliden passiert, was ich oben beschrieben habe.

Der Ast läuft ja nur einmal über die gesamte Papier-Breite. Die Blüten sind jeweils in zwei Bahnen aufgewalzt. Die eine Bahn habe ich von unten nach oben, die zweite nebendran, genau umgekehrt gewalzt. So sind die kräftigen Abdrucke einmal oben und einmal unten und es ergibt sich ein gleichmäßigeres Bild.

Alles in allem war es viel Arbeit und ein intensives Beschäftigen mit einer Technik. Das hatte alles etwas vom Werkunterricht in meiner Ausbildung: Ein Werkstück, das von Anfang bis Ende durchgeplant und alle Arbeitserfahrungen notiert und ausgewertet werden mussten. Ich gehöre zu den Ergotherapeutinnen, die den Werkunterricht nicht gehasst haben (was ich wahrscheinlich hier nicht erwähnen müsste). Ich finde es total entspannend, mich ganz und gar in ein Werkstück und die Technik zu vertiefen und alle Dinge, die wahrnehmbar sind zu registrieren, Probleme als Herausforderung anzunehmen und manchmal auch im Kleinen zu scheitern, neu probieren, ganz andere Lösungen als erwartet zu entdecken und am Ende ein begreifbares Ergebnis diese Prozesses in den Händen zu halten. Das erfüllt mich mit einer tiefen Zufriedenheit und Freude. Allerdings will ich nicht verschweigen, dass es auch viele dinge gibt, die bei mir, teilweise schon seit Jahren, in der Planungsphase stecken und auch ebensoviele Dinge, die ich bei auftretenden Schwierigkeiten oder Duchthängern/Lustlosigkeit, in die Ecke lege (teilweise auch für Jahre, schäm). Das Schöne hier, war auch, das es ein Aufgeben nicht gab. Das Projekt musste fertig werden, die Dinge abschließend entschieden und die Ergebnisse akzeptiert werden. Aber so liegt auch nicht noch was rum, was sehr angenehm ist.

Kurz gesagt: Es hat mir viel Spaß gemacht!

Frühling 2018: Die Kirschbaum-Blüte an der Bergstraße, meiner zweiten Heimat

Das Original

und die Interpretation per Walzendruck

“Heimat?!”

Ich freu mich schon auf die Sommer-Post,

herzlichst, Kerstin

 

hier geht es zum Teil 1

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Muster | Pinsel und Farbe

Muster-Mittwoch – April-Mandala Nr.2

von am 11/04/2018

ein Mandala-Stein

ich dachte,

“kann nicht so schwer sein”.

sieht einfach aus…

 

…ist es aber nicht

zum Einen steckt richtig viel Übung drin, zum Anderen ist die Konsistenz der Farbe sehr wichtig… und am schönsten ist ein Stein-Mandala auf runden Steine. Ich habe jedoch noch nie einen richtig runden Stein gefunden. Ich hab extra am Strandbad in Mannheim die Kiesbank abgesucht.

ich habe es aufgegeben, ich muss ja nicht alles machen

Diesen Einen habe ich gestaltet. Den hab ich von den Riesen Kiesel neben dem Haus rausgesucht, aus dem Drainage-Streifen.

Als ich fertig mit ihm war hat mir drei Tage der Nacken weh getan, so anstrengend fand ich das Pinselupfen und die ständige Angst, einmal daneben zu treffen und so die gesamte mathematische Ordnung in Unordnung zu bringen.

Ich finde diese Steine soooo schööööön. Nochmal der Link zur absoluten Meisterin der Mandala-Steine: Elspeth Mclean

Er hat ein schönes Plätzchen als Terrassen-Deko bekommen.

(Wenn ich das Foto betrachte und sehe, was da alles zusammen arrangiert ist und wo die Sachen alle herkommen… einmal quer durch Europa: Hühnersteine von Rügen, Austernschalen aus der Bretagne, ein Herz aus Straßburg, ein Hanfseil aus dem Burgund, ein Apothekerglas aus London, Strandgut aus Schweden, Ölfläschchen aus Italien, die Obstkiste als Wandregal aus den Niederlanden und ein paar Töpfersachen von mir aus den letzten 30 Jahren)

Die Strasssteine sind meins. JA, ich mag Glitzer.

Ich habe ihn im letzten Sommer getupft. Nun habe ich ihn schön fotografiert und er darf bei Michaela Müllers Muster-Mittwoch dabei sein. Im April sind Mandala-Muster dran, da passt er gut dazu.

herzlichst, Kerstin

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