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12tel Blick im Juli

von am 02/08/2018

H I T Z E W E L L E

Etwas verspätet: der 30 Juli am See für den 12tel Blick. Wandert noch schnell in die Linkliste bei verfuchstunzugenäht.

Nicht die Abendsonne, sondern die am Vormittag. Die Hitze hat alles fest im Griff. Egal, ob man die Temperaturen nun mag oder nicht, sie sind extrem für unsere Landschaft, zu extrem. Ich halte mich aus den üblichen Wettergesprächen immer raus, wenn es heißt: “Oh wie schön, wenn es mal richtig heiß ist!”, “ich liiiiiebe die Sonne, wie in Italien!”, “ich hasse die Hitze, hoffentlich ist bald Herbst!”, “alles über 20 Grad ist mir viel zu heiß” usw usw usw. Ich versuche das wetter gelassen zu nehmen, egal, wie es ist.

…der Asphalt kocht auf dem Weg zum See

Wenn ich die ganze Zeit nur denke, wie schrecklich heiß es ist, und wie gerne ich jetzt gerade anders hätte, wird es wirklich unerträglich. Wenn ich den ganzen Tag nur hoffe, dass es endlich Nacht wird und die Nacht dann auch bejammert wird, weil auch die, so wie sie ist, als “zu warm” beklagt wird, geht meine ganze Lebensfreude dahin.

Es ist eben heiß!

Ich kann mich darauf einrichten

ich kann die positiven Seiten davon erforschen

ich kann erleben, was mir bei diesem Wetter besonders gut schmeckt und was nicht

ich finde heraus, welche Art Kleidung angenehm ist

meiner Haut geht es bei diesen Temperaturen einfach prima, all die Probleme, die mit der Kälte kommen, sind wie weg geblasen

Was soll man nur gegen das Schwitzen machen? Laufen lassen!

All die Achtsamkeits-Ratschläge die überall gerne als Tipps und Weisheiten angeboten werden, hier können sie angewendet werden. Denn diese sind eben nicht für optimale Bedingungen entwickelt worden. Wer bei 22 Grad, leichtem Wind und leicht bewölktem Himmel, und einem bereits vorhandenen Wohlbefinden, versucht sich im Augenblick verankert, wird damit keine großen Schwierigkeiten haben. Aber Ruhe zu finden trotz widriger Umstände, wie z.B. große Hitze, die als unangenehm bewertet wird, ist schon schwierig. Leicht stellt sich dann ein großes Gedankenkreisen ein, darüber, wie schön doch jetzt alles wäre, wenn dieses und jenes anders wäre. Ja, der Schweiß fließt, mein Gesicht ist permanent feucht und die Brille rutscht auf der Nase, aber ich könnte mich ja auch mal mit den Körperstellen beschäftigen, die sich ganz gut anfühlen.

Entwickelt wurde die Achtsamkeit nach Jon Kabat-Zin um Patienten mit chronischen Schmerzen ein positiveres Lebensgefühl zu geben. Da lassen sich doch meine paar Schweißtropfen ganz gut verkraften.

Interessant finde ich auch, dass nun in der Landwirtschaft Dinge diskutiert werden, an die ich mich noch aus den 80er Jahren erinnern kann: Sinnvolle Fruchtfolge auf den Feldern um den Boden gesund zu halten oder das grundsätzliche Vermeiden von Monokulturen und kleinere Mengen aber dafür vielfältigere Sorten zu produzieren. So könnten auch bei extremen Wetterlagen bessere Erträge erzielt werden. Manche Landwirte bauen eine einzige Pflanze an! Wie gefährlich das sein kann zeigt sich jetzt sehr deutlich.

Es ist keine Wetteränderung in Sicht. Es geht heiß weiter. Trinkt alle genug,

herzlichst, Kerstin

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Fotografie | Wanderlust

12tel Blick im Juni – und ein Bericht von meiner Costa Rica Reise

von am 04/06/2018

Etwas verspätet kommt heute mein 12tel blick für den Mai. Alles ist sommerlich Grün geworden in den letzten 4 Wochen! Verlinkt bei Verfuchstundzugenäht.

Am 30.5. war ich noch weit, weit weg: rund 10.000 km in Zentralamerika, in Costa Rica. Das ist bereits meine zweite Reise dorthin gewesen, aber die erste mit Familie. Costa Rica ist ein kleines Land, das zwei Küsten an den großen Weltmeeren besitzt.

Helleconie

Obwohl es so klein ist, führt es manche Sensations-Listen an: Es gilt als das Land mit den meisten Arten, den meisten Klimazonen (es sollen 14 sein, ich wusste nicht mal, dass es so viele gibt) und das Land mit den glücklichsten Menschen! 2009 und 2012 erreichte es in einer weltweiten Befragung Platz 1. Und immerhin liegt es 2018 mit Platz 12 auch noch 4 Plätze vor uns!

Kajaks – hier gibt es viel Wasser

Die Klimazonenvielfalt entsteht durch den Einfluss der beiden Ozeane, die sich so nahe kommen, da die Landmasse so schmal ist, Gebirgsketten die 4000 m hoch sind, ein zentrales Tal, das immerhin auch auf etwa 1500 m liegt, die Nähe zum Äquator, aktiven Vulkanen und und und…

Rotaugen-Laubfrosch

Klassischerweise macht man eine Rundreise mit einem Reiseveranstalter. Wir sind etwas selbstgestrickter unterwegs gewesen, da meine Cousine dort lebt und gemeinsam mit ihrem Mann ein Dschungel-Hotel betreibt. Sie war auch für unser Programm zuständig.

Mitnehmen verboten, aus Naturschutzgründen

Zusätzlich hatten wir am Anfang und am Ende ein paar Tage im Zentraltal in der Nähe der Hauptstadt San Jose. Den Rest der Reise haben wir auf der Halbinsel Osa (hier ein schöner Bericht aus der BRIGITTE) verbracht.

FeWo mit Pool

Perfekte Bilder von Stränden, Sonnenuntergängen und Wellen gibt es massenweise. Auch ich habe sie gemacht. Für hier habe ich eher die kleinen Momente ausgewählt.

Hibiskus

Es gibt sie hier, die Traumstrände: sandige Buchten, eingerahmt von dunkelbraunen Felsen mit einer Kulisse aus Palmen im Vordergrund und Regenwald im Hintergrund, die Brandung rollt sanft über den Strand, ab und an brechen sich glitzernd die Wellen und an den Felsen sprüht mit jeder Welle Gischt in die Höhe.

Traffic in San Jose

Extrem entspannend. Der Sand ist kaffeebraun. Der Kontrast zwischen dem türkisblauen Meer, dem satten Dunkelgrün des Regenwaldes und diesem warmen Braungrau des Sandes, wird mich als Farbkonzept wahrscheinlich noch eine Zeitlang beschäftigen….

Nebelwald

Die Haupteinnahmequelle des Tourismus sind aber nicht diese Strände, sondern die Angebotenen Aktivitäten im Regenwald. Der Süden besteht praktisch nur aus Regenwald. Es gibt einen der weltweit größten Nationalparks, den Corcovado-Park.

Makromotive sind überall

Hier geht es nicht um Beach-Life, sondern um geführte Öko-Touren. Überall werden Wanderungen in den Regenwald angeboten. Andere sanfte Möglichkeiten sind Reiten durch Flüsse zu Wasserfällen, incl. Baden im Fluß, Zipp-Lining durch die Baumkronen

Costa Ricas Hochlandlagen sind perfekt für den Kaffeeanbau

und natürlich auch Schnorcheln oder Tauchen im Bereich der Insel Cano, die auch ein Naturschutzgebiet ist und die Besuche dort sehr stark kontrolliert werden (Es dürfen pro Tag nur eine begrenzte Menge an Besuchern auf die Insel und auch nur für einen begrenzten Zeitraum).

Vor drei Jahren war ich alleine in Costa Rica. Mit der ganzen Familie, insgesamt waren wir 5, ist das nochmal etwas ganz anderes. Alles in allem ist es kein Traumurlaub aus einem Hochglanz-Prospekt gewesen. Es war eine Reise. Das bedeutet auch Verzicht: auf Komfort, auf Aircondition, auf überbordende Buffets. Dafür bekommt man Strapazen, Schweiß und erlebt Grenzen. 2 Stunden Boot fahren um neben Delfinen im offenen Meer zu schwimmen, ist kein Planschen – 2 Stunden durch den Dschungel laufen um ein Tapir zu entdecken, wie es sich mit seinem Jungen im Schlamm räkelt, ist kein Spaziergang – 2 Stunden durch eine zentralamerikanische Großstadt mit dem Auto zu fahren ist keine Spritztour (macht aber einen Riesenspaß!!!)

Das was verblasst sind die schmerzenden Knochen nach stundenlangen Wanderungen, die gefühlt 397 Mückenstiche, die völlig verzichtbaren Erfahrungen eines katastrophalen Langstreckenflug.

Es bleiben wunderbare Erinnerungen: die Wärme durch und durch, Regengüsse am Nachmittag, die letzten Sonnenstralen auf dem Strand, Bergspitzen, die aus den Wolken ragen, die Tarantel im nächtlichen Regenwald, die uns der Guide bei der Nachtwanderung gezeigt hat, die stillen, wie verzauberten Nebelwälder, naschende Kolibris, die Stimmen des nächtlichen Dschungels, die Riffe mit bunten Fischen…

Herzlichst, Kerstin

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Zwölftel Blick im April 2018

von am 30/04/2018

Der Waidsee im April bei 20°C

Alles ist grün geworden! Nach dem seeehr langen Kälteeinbruch Ende Februar und noch lange in den März hinein, war alles, wortwörtlich, “auf Eis” gelegt. Als es dann Anfang April plötzlich warm und sonnig wurde, sind die Bäume förmlich explodiert. Innerhalb von drei Wochen wurde das zuvor grau-schwarze Landschaftsbild, Tag für Tag grüner. Unmengen von Pollen müssen seit dem durch die Luft fliegen. Nicht das mich das plagen würde, aber auf der Oberfläche des Sees haben sich riesige Schlieren gebildet und erst auf den Autos… aber das nervt eher die Männer.

Eigentlich wollte ich in den letzten 4 Wochen mal nachfragen, wie diese exakten Bildausschnitte und Perspektiven in den anderen Fotos gelingen. Selbst wenn ich es schaffe, immer an genau der selben Stelle zu stehen, gelingt es mir nicht. Ich habe mir ein paar Marker gesetzt, aber heute war wieder alles anders, weil das Gegenlicht so heftig war, dass ich den Felsen rechts im Bild gar nicht erkennen konnte. Der Unterschied zur Perspektive im März ist enorm. Das kratzt an meinem Perfektionismus… Auch das Tool, in das jedes Bild in den anderen Blogs eingestellt wird und das monatlich ergänzt wird, habe ich noch nicht gefunden/kapiert. Bis Ende des Jahres werde ich es hin bekommen. Jetzt mach ich einfach mal weiter. Bin ja das erste Mal dabei, da darf man auch Fehler machen.

Die inzwischen grünen Bäume kann man abends so auch nicht erkennen. Ich muss mal morgens ein Foto machen, da habe ich die Sonne im Rücken.

Mein nächstes Bild wird 5 Tage später kommen. Bis dann,

herzlichst, Kerstin

 

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Zwölftel Blick im März 2018

von am 30/03/2018

für den Zwölftel Blick von Tabea Heinicker, mein Monatsfoto im März.

Da ist er, der Frühling. Ein paar warme Sonnenstrahlen an einem Morgen. Die Gänse und Blesshühner haben sich auch darüber gefreut.

Nach dem Walzendruck für die Post Kunst Werke, bin ich gerade dabei, alle Eukalyptuszweige, die ich erwischen kann zu sammeln um mich wieder dem EcoPrint zu widmen. Meine Rose hat auch noch ein paar grüne Blätter vom Sommer übrig behalten, die verwende ich noch, bevor sie dann doch noch, den Knospen Platz machend, abfallen werden.

Ihr könnt meinen Blog jetzt auch per Email abonnieren.

Am unteren Seitenrand sollte die Funktion auftauchen. Ich freue mich auf regelmäßige Leserinnen und Leser. Auch ich werde meine Blogroll pflegen, was leider nicht ganz so einfach ist, wie bei Blogger. Dort wird sich also demnächst die Eine oder Andere wiederfinden

herzlichst, Kerstin

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Zwölftel Blick im Februar 2018

von am 28/02/2018

Der Frost hat alles fest im Griff und die Sonne lacht darüber.

Komischerweise ist der See nicht gefroren, trotz Dauerfrost. Ob das an der Sonne liegt?

Selbst die Schneeglöckchen machen schlapp bei diesen Temperaturen:

Ich träume von wärmeren Gegenden oder Jahreszeiten. Ich weiß, dass es im Sommer so heiß werden wird, dass ich in den See springe und schwimme, tauche um mich abzukühlen. Im Moment kaum vorstellbar.

Mehr Zwölftel Blicke gibt es bei Tabea Heinicker.

herzlichst, Kerstin

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Zwöftel Blick im Januar 2018

von am 05/02/2018

In einigen Blogs habe ich ein Foto-Jahres-Projekt gefunden: Jeden Monat ein Foto, immer an der gleichen Stelle. Landschaften im Jahreswechsel. Schöne Idee. Den Zwölftel Blick gibt es ja schon ewig… Das Projekt hat Tabea Heinicker ins Leben gerufen.

Ich hab im Januar tatsächlich ein Foto gemacht, Juhuuu! Schnell mit dem Handy, kurz bevor der Akku leer war. Den Himmel hatte ich gar nicht so erwartet, sonst hätte ich eine richtige Kamera mitgenommen. Der Januar war ja nur grau in grau, aber an diesem Abend waren die Wolken urplötzlich weggeblasen und der Himmel war einfach traumhaft schön. Am nächsten Morgen hat es nach einem Sturm wieder geregnet. Es ist meine Leiblings-Stelle am See, um den ich einen Spaziergang mache sobald es die Zeit zulässt und der im Sommer mein Badesee ist. Ich mag die Stelle, weil sie am Ufer diese Holzpfähle hat, die von einer alten Befestigung übrig geblieben ist und nun die Zeit an ihnen nagt. Vielleicht etwas kitschig aber fotogen.

Der See ist für mich ein wenig Heimat geworden, als wir vor über 10 Jahren hier her gezogen sind und ich mich einleben musste. Wir denken gerade darüber nach wieder umzuziehen. Die Nähe zum See würde mir fehlen. Hoffentlich finden wir was Passendes in der Nachbarschaft.

Die gleiche Stelle habe ich vor ein paar Jahren für ein anderes Fotoprojekt schon mal geknipst. Damals als “Cam underfoot”, also aus der Froschperspektive und mit der Spiegelreflex-Kamera. Dank meines guten Archivs, tataaah, da isses:

Da meine Tochter für den Bio-Unterricht gerade wöchentlich ein Foto von einem bestimmten Baum machen muss, passt das gut zusammen, denn sie beobachtet eine Eiche, die ebenfalls an diesem See steht.

Nun aber “ab die der Post” und anschließend die Regeln gelesen. So mach ich das immer…. na ja, öfter.

herzlichst, Kerstin

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