KeTreKo

{colours of my life}

12tel Blick im Juni 2018

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Fotografie

12tel Blick im November 2018

von am 02/12/2018

Ich habe es tatsächlich geschafft, bis jetzt durchzuhalten! Wenn auch leicht verspätet, mein November-Foto vom Waidsee in Weinheim. Vorgestern, am 30.11. war so richtiges November-Wetter. Da dachte ich “prima, passt ja! grau, nass, kalt, Regen.” Bis ich soweit war, das ich Zeit hatte, nochmal schnell an den See zu fahren, war es dann aber, auch typisch November: DUNKEL! nix mehr Foto möglich.

Gestern schien die Sonne aus allen Ecken und ich bin gefühlt nur gerannt: Supermarkt, Baumarkt, Baustelle, Zuhause, Musikschule… straffer Samstag. Keine Chance zum Fotografieren.

Also erst Heute, am 2.12. und dem 1. Advent und dem 2. Tag der AdventsPost der Postkunstwerke.

Die Blätter sind, bis auf ein paar ganz hartnäckige von der Roteiche, rechts im Bild, abgefallen. Der Wasserstand hat sich immer noch nicht erholt, so lange so niedrig habe ich den See in meinen knapp 14 Jahren als Weinheimerin noch nicht erlebt.

Auf der Baustelle ist es ungemütlich geworden. Vieles ist schon getan, aber bis fertig ist es noch ein langer Weg. Ich habe Anfang des Jahres soviel Spaß an meinem Blog gehabt, mich so über so viele nette, neue Kontakte gefreut und habe mich mit soviel Eifer am Muster-Mittwoch beteiligt und im Frühling sogar den Mut aufgebracht, bei den Postkunstwerken mitzumachen. Ich hoffe, dass ich in einigen Monaten, wir wollen im April umgezogen sein, wieder Freizeit für meine Pappe und Papier-Leidenschaft habe.

Bis dahin, herzlichst, Kerstin

Und heute, am 5.12. entdecke ich, dass ich mich gar nicht bei verfuchstundzugenäht verlinkt habe… Das hole ich sofort nach!

 

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Fotografie | Post Kunst Werke

Adventspost 2018 – ich mach mit

von am 07/11/2018

Soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ich nicht….

Mitten im Sanierungs-Streß, stimmungsvolle, kreative und experimentelle Weihnachtskarten herstellen?

Ich soll! Keine Frage. Die Adventpost der Post Kunst Werke wird dafür sorgen, dass ich viel Post an meine neue Adresse bekomme. Auch wenn der Umzug noch etwas dauert und die Sanierungsarbeiten vor Weihnachten noch lange nicht abgeschlossen sind, werde ich mich ganz besonders über Post auf der Baustelle freuen.

Meine kreativen Ideen zum Mark Making drehen sich, wie sollte es sonst sein, im Moment um Werkzeug. Mal sehen, was sich mit einem Bohrer, einem Schraubenkopf oder einem Stück Abfall-Holz anstellen lässt. Auch das Schilf, das aus den Rohrmatten, einem alten Baumaterial, rieselt, ist ich vielversprechend.

Auch auf einer Baustelle gibt es interessante Motive: leere Estrich-Säcke, schön gestapelt.

Und Schwarz-Weiß finde ich im Moment sehr schön. Nach einem Besuch im Bauhaus (dem in Dessau, in dem anderen Bauhaus, dem mit den Werkzeugen und Baumaterialien, statte ich im Moment sehr häufige Besuche ab), und der Serie Babylon-Berlin, habe ich meine alte Liebe zu den 1920er Jahren wieder entdeckt. Art Deco fand ich schon immer ganz wunderbar und hier spielen ja auch oft klare, kontrasreiche Muster mit minimalistischer Farbgebung eine Rolle.

Hach, das passt aber auch wieder sooooo gut!!!

Eine lange Liste von Namen im Advent und sogar ein paar bekannte! Schön! Und wie als hätte es der Himmel bestellt, gibt mir mein Platz in der Liste wieder viel Zeit zum fertig werden. Die bekommt mir gut, weil ich so oft ins Bauhaus muss.

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Fotografie

12tel Blick im Oktober 2018

von am 31/10/2018

Schon wieder 4 Wochen um.

Inzwischen gab es schon ein paar richtig heftige Herbst-Tage: 3 Grad, Wind, wirbelnde Blätter und Regen.

Nun ist es wieder etwas milder geworden, bei uns an der Bergstraße.

Das Foto ist durch das trüber Wetter reichlich fad geworden. daher habe ich kräftig nachgeholfen, um die Herbstfarben etwas rauszukitzeln.

Ich habe gehört, dass der niedrige Pegelstand sich erst ändern würde, wenn es mindestens eine Woche lang regnen würde. Das Niedrigwasser hat ja so seine schönen Seiten, wie hier am Rhein bei Speyer.

Im Hintergrund ist der Dom zu erkennen

Rheinkiesel, ganz kleine und Glitzerwasser.

Wie jedes Mal verlinkt beim 12tel Blick bei verfuchstundzugenäht.

herzlichst, Kerstin

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Handgedruckt: Stempel

Muster-Mittwoch “Herbstfrüchte”

von am 10/10/2018

Zum Stempeln oder Stempel Schnitzen fehlt mir im Moment derart die Zeit, dass es manchmal schon weh tut.

Aus dem Hut gezaubert habe ich daher einen Eichel-Stempel. Ein zweiteiliges Linol-Stempelchen, aufgeklebt auf einen Bauklotz als Griff, auf der einen Seite die Eichel und auf der anderen das Käppchen. Schon vor einiger Zeit entstanden.

Ich habe in meiner Ausbildung das Arbeiten mit Linol gelernt, denn es hat einen festen Platz in der traditionellen Ergotherapie. In früheren Jahren sind bei mir einige Stempel mit großen Motiven entstanden. Das Arbeiten mit Linol gegenüber den neueren Materialien ist anstrengend, denn Linol ist störrisch. Linol stellt höhere Ansprüche an Geschick, Handkraft und Kraftdosierung. Auch das vorherige Erwärmen auf einem Heizkörper oder mit warmem Wasser hilft da nur bedingt. Aber, es ist ein reines Naturmaterial. Ürsprünglich 1860 als Fußbodenbelag entwickelt, bot es die easy-Variante gegenüber Holz zum Hochdrucken und wurde künstlerisch ab dem 20. Jahrhundert verwendet. Also noch gar nicht so lange.

Für den Muster-Mittwoch habe ich es nicht geschafft, mit der Eichel zu mustern, aber eine kleine Druck-Spielerei mit Eichenblättern auf Wenzhou-Papier, kombiniert mit dem Stempel, hat geklappt. Auf eine vorhandene Monotypie habe ich, zusammen mit meiner Tochter, gepresste Blätter gedruckt und die Stempel verwendet. Das Muster vom Käppchen kommt nicht gut raus, Farbe war zu dick aufgetragen…

Vielleicht kommt noch ein Muster zustande. Dieses hier erst mal verlinkt beim Muster-Mittwoch mit Herbstfrüchten von Müllerin-Art

Die Früchte, die ich in diesem Herbst ernte und sammle, sind alte Putzbrocken, Rigipsplattenstücke und Fliesenscherben. Davon reichlich. Die Sanierung unseres Hauses, ein Altbau von 1906 nimmt seit Juni jede Minute Freizeit in Anspruch und das wird auch noch einige Monate so bleiben, wenn wir unser gesetztes Ziel für den Einzug halten wollen.

Derweil schaue ich die schönen Herbstfrüchte von euch allenan, auch wenn ich kaum zum Kommentieren komme, fühlt euch bewundert!

Herzlichst, Kerstin

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Fotografie

12tel Blick im September 2018

von am 30/09/2018

Da ist es, das Ende des September.

Heute war ein Tag, wie er im Herbst-Bilderbuch steht:

Morgens frisch, mit glitzernden Sonnenstrahlen die über die Hügel des Odenwaldes krabbeln, taufrischem Gras und der Notwendigkeit, sich was Gestricktes über zu ziehen. Im Schatten ist es auch am Vormittag noch kalt gewesen, wenn die Sonne den wolkenlosen Himmel schon lange geflutet hatte. Der Nachmittag lud ein, draußen zu verweilen, im Café, vor oder nach dem Spaziergang. Aber wehe die Sonne verabschiedet sich aus einem Winkel, dann wird´s gleich wieder frisch. Um kurz nach sechs war es an meinem See noch sonnig und mild. Aber nur auf der einen Seite. Am gegenüberliegenden Ufer, man ahnt es schon beim Betrachten des Fotos, zieht die kühle Erde schon wieder alles in ihren Bann.

Es soll regnen, morgen schon. Und kalt soll es werden. Eben Herbst. Mal sehen, was es daran Schönes zu entdecken gibt.

Mein 12tel blick wird bei verfuchstundzugenäht verlinkt, bei all den anderen 12tel Blicken.

Herzlichst, Kerstin

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Collage | Pappe & Papier

Teebeutel-Kraniche

von am 26/09/2018

Der letzte Mittwoch im September, also der letzte SepTEEmber-Mittwoch. Da mich eine Grippe ins Haus fesselt, habe ich endlich ein wenig Zeit, ein paar Ideen zum Thema Muster Thema Tee umzusetzen. Also kommt noch dieser zweiter Post heute dazu.

Teebeutel-Papiere habe ich eine Weile sehr intensiv gesammelt. Ich finde sie schön für Collagen und mag ihre sehr feinen Färbungen. Besonders schön sind die gelben Papiere. Das ist ein Tee mit Kurkuma drin. Die Früchtetees färben zwar den Tee sehr intensiv, aber die Farbe an den Beutel-Papieren ist wenig stabil und wäscht sich beim Reinigen des Papiers, von den zuckerhaltigen Krümel fast vollständig aus. Eine ganze Schachtel voll Papiere habe ich.

Da ich ebenso intensiv, eine Zeit lang Kraniche gefaltet habe, hatte ich schon gleich Anfang September die Idee, aus einigen der Teebeutel-Papiere Kraniche zu falten. Viele sollten es werden, in Reihundglied auf ein Hintergrundpapier geklebt. Nun habe ich das umgesetzt. Entweder ich verliere die Lust am Friemeln oder meine momentane Grippe nimmt mir einfach die Kraft. Mehr als die Vier habe ich nicht hinbekommen. Das Papier ist sehr speziell und nicht wirklich gut geeignet zum Falten. Die Falze werden nicht “scharf” genug und ein exaktes Quadrat ist auch schwierig zu Schneiden, da die Ränder z.T unregelmäßig sind. Meine Idee, zusätzlich noch einen ganzen Schwarm an einem schönen Ast fliegen zu lassen, muss also noch warten…

Viere, mit einem leichten Versatz, auf einem 15×15 Format sind es also geworden. Sie sind hauchzart.

Nun fliegen sie, ganz spät, zum Muster-Mittwoch bei Michaela Müller

Und für Kraniche nehme ich glaube ich wieder mein geliebtes Japanisches Origami-Papier…

Herzlichst, Kerstin

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Fotografie | Muster

Pinke Wolken

von am

Ich trinke gerne und oft Tee. Am liebsten Kräutertee, Früchtetee ist nicht so meins, außer im Sommer. Am Vorabend gekocht, über Nacht abgekühlt und am Morgen in den Kühlschrank gestellt, empfängt uns mittags ein wunderbarer ungesüßter Eistee.

(Dafür ist es jetzt schon wieder zu kühl, inzwischen greife ich auf die heiße Variante in einer Riesentasse zurück)

Beim Aufbrühen in einer Glaskanne sind mir irgendwann die pinken Wolken, die langsam beginnen aus den Früchtetee-Beuteln zu fließen aufgefallen. Sie verteilen sich wie Qualm in der Luft, wenn es windstill ist. Wenn der Teebeutel mit heißem Wasser in der Kanne aufgegossen ist, beginnt nach einem Augenblick, zunächst ganz sacht, sich kräftig pink gefärbte Flüssigkeit, am unteren Beutelrand zu bilden. Das Wasser, voll mit pinken Fruchtfarbteilchen ist schwerer als das übrige Wasser. Es beginnt fast zu tropfen und nach unten zu fließen. Schließlich entstehen ersten Verwirbelungen, so wie es auf den Fotos zu sehen ist.  Am Boden der Glaskanne bildet sich langsam ein roter Tee-See im Wasser, wenn die, durch die Turbulenzen entstandenen Wölkchen, ganz abgesunken sind. Irgendwann ist alle Farbe vom heißen Wasser aus den Früchte- und Blütenkrümeln im Teebeutel ausgewaschen.

Das zu Beobachten ist eine wunderbare Möglichkeit, sich den Wert des vergänglichen Moments bewusst zu machen… oder auch einfach nur zu Schauen was da Schönes passiert.

So entstanden ein paar Fotos schon vor einigen Jahren, um diesen Augenblick festzuhalten.

Für das Muster-Thema Tee, habe ich sie rausgekramt. Es zeigt den unteren Rand der Teebeutel, die in einer Glaskanne mit Wasser aufgegossen wurden. Ich habe die Fotos sowohl in Farbe als auch in Schwarzweiß verwendet und anschließend auf negativ gestellt. So sind drei weitere Versionen des ursprünglich pink-weißen Fotos entstanden. Ein besonders schönes Detail habe ich ausgeschnitten und ebenfalls farblich verfremdet.

Sehr psychedelisch…

Die Fotos habe ich dann mit CorelDraw zu Kaschelmustern verarbeitet, indem ich ein Foto vervielfältigt und mehrfach gespiegelt habe. Auf A4 zum Ausdrucken.

Mit den Ausdrucken habe ich dann die 15×15 “Tee ist immer eine Lösung”-Collage gearbeitet.

Hat Spaß gemacht. Die restlichen Ausdrucke kommen in die Kiste mit den Collagen-Papieren.

Und kurz vor dem September-Ende und damit dem Ende des Thema Tee beim Muster-Mittwoch, habe ich es gerade noch geschafft, diesen Post fertig zu bekommen. Hurra! Jetzt kann ich ihn noch bei Müllerin Art und dem SepTEEmber verlinken.

Herzlichst, Kerstin

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Fotografie

12tel Blick im August 2018

von am 02/09/2018

Heute habe ich gewaschen. Auch mein Handy! War noch in der Hosentasche. Klasse! Jetzt ist es ganz sauber, alle Daten sind abgewaschen…

Mein altes Handy funktioniert zum Glück noch, also schnell nochmal an den See geradelt und bei frischen 19 Grad und etwas trübem Frühherbst-Wetter ein neues Foto geknipst. Wer hätte das gedacht, dass man auf dem Fahrrad sitzt und denkt: “hätte ich mal lieber eine Jacke drüber gezogen”.

Ich habe den See in diesem Sommer selten gesehen. Meine Tochter wollte, wenn überhaupt, lieber ins Schwimmbad wegen ihrer Freundinnen und, so paradox das klingt, war es uns oft einfach zu heiß um nochmal zum Schwimmen loszufahren. Im Schwimmbad war der Teufel los und die Wasserqualität im See hat sichtbar gelitten unter der Hitze und der Trockenheit. Regen bringt ja neben Frischwasser auch eine Menge Sauerstoff ins Wasser und das hat einfach gefehlt. Die alte Holzbefestigung schaut deutlich weiter aus dem Wasserspiegel, als sonst.

Also war der heißeste Sommer nach 2003 für uns kein Badesommer. Vielleicht wird es ja ein Badewinter, Hallenbäder gibt es ja zum Glück immer noch genug.

Wird es nochmal warm? Nicht so sehr! Es kühlt schon deutlich ab, in der Nacht und die Tage sind ja auch schon viel kürzer. Morgens muss ich mich schon dicker anziehen, neulich sogar Strümpfe!!! Sowas habe ich fast vier Monate nicht mehr gebraucht. War auch schön, so warm, die lauen Nächte, noch lange draußen sitzen können. Garten gießen musste man auch viel weniger, denn der Rasen war eh hin. Denkt man sich die Sommerzeit mal weg, ist es jetzt schon ganz schön früh dunkel. Nun soll sie abgeschafft werden. Zum Glück, kann ich nur sagen. Meine Kinder hatten immer Probleme damit. Abends nicht ins Bett “ist doch noch ganz hell, Mama!!!!!!” und Morgens nicht raus, weil die Nacht einfach kürzer war, aber die Schule trotzdem um zehn vor Acht begonnen hat. Bis sie sich umgewöhnt hatten, war sie vorbei und abends plötzlich, zack, dunkel, “bin noch gar nicht müde!” hieß es dann immer. Supersache! Also mir würde sie nicht fehlen.

Jetzt das Foto noch schnell verlinkt bei Verfuchstundzugenäht in die August-Liste,

Herzlichst, Kerstin

 

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Collage | Mixed Media

Tee

von am 22/08/2018

Ich brüte über einer Idee

Ich habe ein Stückchen Lieblingspapier und weiß nicht wohin damit – verwenden oder aufheben

Zeitungen zerschneiden sind nicht so meins – da trau ich mich noch nicht so richtig ran. Ich beginne dann Überlegungen, “gute Motive” einzuscannen. Nur, dann ist meine Beschäftigung Scannen und nicht die Collage – auch doof.

Erst mal den Kopf frei machen, über was anderes nachdenken, oder noch besser, über gar nichts nachdenken. Den Moment genießen. Eine Tasse Tee hilft mir dabei. Vom Zubereiten, über das Ziehen lassen, und dann das Trinken. Die warme Tasse fühlen, den Duft einatmen.

Zugegeben, gerade jetzt trinke ich keinen Tee und brauche auch keine warme Tasse in den Händen. Bei der Hitze ist es eher Eistee, eiskalter Kaffee aus dem Kühlschrank oder Wasser, gerne mit ein paar Gurkenscheiben drin. Aber das Prinzip bleibt: Atmen, Trinken, den Kopf leeren. Dann entsteht bei mir Platz für eine Idee. Die kommt dann von selbst. Ein Motto, eine Farbe, eine Textur, ein Detail, ein Motiv. Hier habe ich diesen Prozess zum Thema gemacht:

Manchmal finde ich eine gute Idee,

ganz unten

in einer Tasse Tee

Eine Monotypie, Schnipsel aus einem alten Buch, einer Landkarte, Notenpapier, Verpackungen und handgeschöpftem Papier, Locher-Konfetti, Teebeutel-Papier mit der Reiseschreibmaschine beschrieben, selbstgemustertes Papier aus dem Drucker, Abbildung aus einem Magazin, Druckerpapier mit Typewriter-Font.

Das Ganze auf einem schwarz grundierten Untergrund.

Ich habe meine Stanzer für die unterschiedlichen Kreise nur bedingt einsetzen können, leider scheitern sie an vielen Papierqualitäten.

Meine Reiseschreibmaschine muss repariert werden. Ich muss für jeden Buchstaben das Farbband hoch schieben, denn der Lifter funktioniert nicht mehr. Bei freien Schrifttypen (freefonts) gibt es ganz gute Alternativen zum downloaden. Leider habe ich noch keine gefunden, die alle Umlaute enthält…. hier habe ich eine Sammlung an  Typewriter Fonts  zusammengestellt. Alle kostenlos. Manche ersetzen selbstständig die Umlaute, bei anderen ist einfach eine Lücke. Zur Not lassen sich die einzelnen Buchstaben mit einer Serifen-Schrift wie Times New Roman ersetzen.

Da ist sie, die Idee

Nachtrag: Ich habe eine Weile keinen Beitrag zum Muster-Mittwoch gegeben. Zu viel Stress, zu viele andere Projekte. Dieser Post war schon fertig, als der Muster-Mittwoch im September zum Thema Tee bekannt wurde. Es ist ja auch kein Muster, passt aber dennoch so gut zum Thema, das isch ihn noch bei Müllerin Art verlinkt habe.

Herzlichst, Kerstin

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Fotografie

12tel Blick im Juli 2018

von am 02/08/2018

H I T Z E W E L L E

Etwas verspätet: der 30 Juli am See für den 12tel Blick. Wandert noch schnell in die Linkliste bei verfuchstunzugenäht.

Nicht die Abendsonne, sondern die am Vormittag. Die Hitze hat alles fest im Griff. Egal, ob man die Temperaturen nun mag oder nicht, sie sind extrem für unsere Landschaft, zu extrem. Ich halte mich aus den üblichen Wettergesprächen immer raus, wenn es heißt: “Oh wie schön, wenn es mal richtig heiß ist!”, “ich liiiiiebe die Sonne, wie in Italien!”, “ich hasse die Hitze, hoffentlich ist bald Herbst!”, “alles über 20 Grad ist mir viel zu heiß” usw usw usw. Ich versuche das wetter gelassen zu nehmen, egal, wie es ist.

…der Asphalt kocht auf dem Weg zum See

Wenn ich die ganze Zeit nur denke, wie schrecklich heiß es ist, und wie gerne ich jetzt gerade anders hätte, wird es wirklich unerträglich. Wenn ich den ganzen Tag nur hoffe, dass es endlich Nacht wird und die Nacht dann auch bejammert wird, weil auch die, so wie sie ist, als “zu warm” beklagt wird, geht meine ganze Lebensfreude dahin.

Es ist eben heiß!

Ich kann mich darauf einrichten

ich kann die positiven Seiten davon erforschen

ich kann erleben, was mir bei diesem Wetter besonders gut schmeckt und was nicht

ich finde heraus, welche Art Kleidung angenehm ist

meiner Haut geht es bei diesen Temperaturen einfach prima, all die Probleme, die mit der Kälte kommen, sind wie weg geblasen

Was soll man nur gegen das Schwitzen machen? Laufen lassen!

All die Achtsamkeits-Ratschläge die überall gerne als Tipps und Weisheiten angeboten werden, hier können sie angewendet werden. Denn diese sind eben nicht für optimale Bedingungen entwickelt worden. Wer bei 22 Grad, leichtem Wind und leicht bewölktem Himmel, und einem bereits vorhandenen Wohlbefinden, versucht sich im Augenblick verankert, wird damit keine großen Schwierigkeiten haben. Aber Ruhe zu finden trotz widriger Umstände, wie z.B. große Hitze, die als unangenehm bewertet wird, ist schon schwierig. Leicht stellt sich dann ein großes Gedankenkreisen ein, darüber, wie schön doch jetzt alles wäre, wenn dieses und jenes anders wäre. Ja, der Schweiß fließt, mein Gesicht ist permanent feucht und die Brille rutscht auf der Nase, aber ich könnte mich ja auch mal mit den Körperstellen beschäftigen, die sich ganz gut anfühlen.

Entwickelt wurde die Achtsamkeit nach Jon Kabat-Zin um Patienten mit chronischen Schmerzen ein positiveres Lebensgefühl zu geben. Da lassen sich doch meine paar Schweißtropfen ganz gut verkraften.

Interessant finde ich auch, dass nun in der Landwirtschaft Dinge diskutiert werden, an die ich mich noch aus den 80er Jahren erinnern kann: Sinnvolle Fruchtfolge auf den Feldern um den Boden gesund zu halten oder das grundsätzliche Vermeiden von Monokulturen und kleinere Mengen aber dafür vielfältigere Sorten zu produzieren. So könnten auch bei extremen Wetterlagen bessere Erträge erzielt werden. Manche Landwirte bauen eine einzige Pflanze an! Wie gefährlich das sein kann zeigt sich jetzt sehr deutlich.

Es ist keine Wetteränderung in Sicht. Es geht heiß weiter. Trinkt alle genug,

herzlichst, Kerstin

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