KeTreKo

{colours of my life}
Muster | Upcycling

Muster-Mittwoch April – Mandala Nr. 4 – Bauklötze, upcycling

von am 25/04/2018

aus den frühen 70gern. das Must-Have im Kinderzimmer. Buchenholz. unbunt. mathematisch: die Längen und Höhen der verschiedenen Bauklötze verdoppeln sich, alles passt zusammen. wenn man an was Gebautes drangestoßen ist, ist alles umgefallen… frustrierend. Aber so sollte das sein, galt als pädagogisch wertvoll. alles im Fluss oder Frustrationstoleranz entwickeln. manchmal einfach nur das Interesse verlieren. mein Opa hat ein paar Steine mit mir angemalt. was ein großer Frevel war. noch dazu mit völlig ungeeigneten Filzstiften. so ist auch dieser Osterhasen-Stein entstanden, den ich beim Sichten der Bauklötze gefunden habe und auf Instagram gepostet hatte.

Meine Kinder hatten nicht wirklich Interesse an den Steinen. Aber weggeben konnte ich sie auch irgendwie nicht.

Eigentlich habe ich Griffe für Stempel gesucht. Dafür verwende ich schon seit einiger Zeit die kleinen Klötze. Ich mag dieses ständige Ummontieren auf Acrylblöcken nicht. Wenn ich Stempel entwerfe, passe ich sie oft schon einem Bauklotz an. Das geht prima, wenn das Motiv nicht zu groß ist.

Als ich beim Sortieren war, begann ich ein Mandala zu legen. Nach dem LEGO Mandala von letzter Woche quasi eine Mustervariation in uni. Denn Mandalas sind immer noch die Muster-Mittwoch Inspiration im April bei Müllerin Art.

Zwischen den pädagogischen Hochkarätern fanden sich auch ein paar Bauklötze mit Hochglanzlackierung. Eine Hausfront konnte damit gebaut werden. Die habe ich geliebt!

Dann kam mir eine Idee: Mit den beiden großen Platten von den farblosen und einem langen Teil, das halbiert der Länge der Platten entspricht, also entzwei gesägt werden musste, hab ich mir ein kleines Regal gebaut. Einfach mit Bastelkleber alles zusammengeklebt. So bringe ich etwas Ordnung auf dem Bord über meinem Arbeitstisch, indem ich die großen Stempelkissen darin lagere. Das gefällt mir total gut! Und meine ollen Bauklötze haben eine zeitgemäße Verwendung gefunden.

Vielleicht habt ihr auch noch Bauklötze? Macht was draus!

Mit den LEGOs schwirrt mir auch noch eine upcycling-Idee im Kopf herum….. oder auch zwei.

 

herzlichst, Kerstin

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Fotografie

Muster-Mittwoch April – Mandala Nr.3 – LEGO und ein Ausflug in die schwäbische Karibik

von am 18/04/2018

  Lego Steine

Chaos

Ordnung

Wir sind vier LEGO-liebende Kinder. Zweimal männlich, zweimal weiblich.

Lego hat, wie viele andere Spielwarenhersteller auch, es geschafft, klare geschlechtliche Zuordnungen zu schaffen. In meiner Kindheit ging es um das Auflösen von Rosa für Mädchen und hellblau für Jungs. Ich hatte Autos und Puppen zum Spielen, für meine erste Barbie musste ich kämpfen die Legosteine waren in erweiterten Grundfarben (plus Grün, Schwarz und Weiß), für Kinder, nicht für Mädchen oder Jungs. Das damalige Konzept, das Sozialisation in den Vordergrund gestellt hat, ist nicht aufgegangen. Die unterschiedlichen Bedürfnisse von Mädchen und Jungs scheinen doch mehr angelegt als anerzogen zu sein. Die emanzipiert erzogenen Mädchen von damals sind die Mütter von heute, die an den Töchtern vielleicht auch etwas nachholen?!?

Meine Tochter und ich haben ein Mandala mit den “Mädchen-Steinen” gelegt

Die Firmen haben Kinder als indirekte Kunden entdeckt. Eltern und Großeltern kaufen wie die Weltmeister, immer noch was neues, zu dem ganzen, schon vorhandenen. Lego Star Wars geht für Mädchen gar nicht, da muss dann alles wieder von vorne los gehen und Lego Friends muss her. Gut für die Firmen, schlecht für die Familien…

Viel Kreativität lassen die heutigen Bausätze ohnehin nicht mehr zu. Die Steine sind immer konkreter geworden und Sondersteine mit ganz genauen Funktionen, lassen wenig Raum, Formen selbst zu entwickeln.

Das Mandala war da schon ein wenig kreatives Recycling. Aber wir mussten ständig zählen, ob bestimmte Steine in ausreichender Anzahl vorhanden sind. An manchen stellen sind Lücken entstanden, an anderen haben wir improvisiert.

Meine Tochter und ich haben mal wieder mit LEGO gespielt. Schön war´s. Das Mandala für den Muster-Mittwoch.

In den Osterferien waren wir im LEGO-Land in Günzburg.

Mit Sonderkarten, quasi umsonst. Ein kleiner Abschied, es wird wohl das letzte Mal gewesen sein. Der 7. Besuch in den letzten 10 Jahren. Mit Freundin hatte das Tochterkind viel Spaß und wir konnten die Sonne genießen, Kaffee trinken und mussten nicht in den langen Schlangen mit anstehen. Aber der Zauber von damals, als die Kinder klein waren, ist verflogen…

Auf dem Weg dorthin liegt der Blautopf.

Dieser kleine Abstecher hat sich gelohnt! Eine Karstquelle des Flüßchen Blau. Die Wasserzusammensetzung ist eine ganz besondere. Sie führt dazu, das blaugrüne Lichtanteile stärker reflektiert werden. Dadurch wirkt der kleine Quellsee wirklich seeeeehr blau. Wie Karibik im Wald. Und tief ist der kleine See: 22 Meter. Es laufen normalerweise 2000 Liter pro Sekunde in die Blau! Eine kleine Mühle wird schon einige Jahrhunderte angetrieben und kann heute als kleines Museum besichtigt werden. Morgensonne am Blautopf und die Bäume waren noch laublos.

herzlichst, Kerstin

 

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Handgedruckt: Stempel | Muster | Post Kunst Werke

Walzendruck – Schritt für Schritt – Schicht für Schicht

von am 16/04/2018

Making of – Frühlingspost 2018 – Walzendruck – Teil 2

Ich habe Büttenpapier verwendet, da dieses keine Faserverlaufsrichtung hat und sich nicht rollt, wenn es feucht wird. Das hat den Herstellungsprozess sehr vereinfacht. Ich hatte ursprünglich mit gewalztem Zeichenpapier probiert und das hat sich beim Grundieren extrem gerollt und ich musste jedes Blatt mit Masking Tape aufkleben und durchtrocknen lassen.

Der “sanfte Morgentau” ist die Original Wandfarbe, mit dem ich für den Hintergrund das komplette Papier grundiert habe. Das Flächige fand ich geeignet für die Wandfarbe. Für die einzelnen Motiv-Schichten habe ich dann Acryl-Farbe verwendet.

Ich habe Umbra und Pink jeweils mit Weiß pastellig angemischt und mit einem Klecks “sanfter Morgentau” angeglichen

So sind die Farbtöne gebrochen und harmonisiert. Ein Trick, den ich mal in einem Malkurs gelernt habe. Ich habe Farbproben angefertigt und der Klecks hatte wirklich eine harmonisierend Wirkung.

Beim Ausprobieren habe ich ein Problem als besonders störend empfunden:

Meine Walze neigte dazu, über den Untergrund zu rutschen, anstatt gleichmäßig abzurollen

Das Aufnehmen der Farbe war mit einer Gelli-Platte einfacher. Bei einer harten Farb-Platte hatte meine Walze oft nicht genug Kontakt, was dazu führte, das sie die Farbe nicht rollend aufgenommen hat, sondern gerutscht ist, und die Farbe dann dick und fett an manchen Motiv-Rändern saß, aber nicht auf deren Fläche. Die Farbe selbst funktionierte besser, wenn sie dicker und pastiger war. Da hatten die Stempel-Flächen der Motive mehr Grip, was sich auch auf das Abwalzen auf dem Papier positiv ausgewirkt hat

Auch auf dem Papier neigte die Walze dazu zu “sliden”. Dadurch ergaben sich Teile des Abdrucks, die wie in die Länge gezogen aussehen. Ich habe viel geübt. Dieser Effekt hängt mit der Rolle, dem Untergrund, der Farbeigenschaften und der Technik, gewissermaßen der Walzen-Führung, zusammen. Walze und Untergrund muss man kennen lernen, die Farbe entsprechend mischen und evtl. etwas Andicken und das mit dem Druck ist so eine Gefühlssache. Damit der Walzen-Abdruck übers gesamte Papier ausgeführt werden kann, musste ich zum Ende hin den Druck auf die Walze ohnehin erhöhen, damit bei der zweiten Walzen-Runde die restliche Farbe gut abgegeben wird. Aber ich kann die Walze nicht am Anfang in Farbe ertränken, sonst hat sie keinen guten Papierkontakt und “schwimmt”.

Also, Farbe und Papier “lesen” und beherzt Walzen, ist mein Tipp. Bei insgesamt vier Walzen die ich verwendet habe, hatte ich ja genug Durchgänge zum Üben… Am Ende lief bei meinen 15 Drucken alles wie am Schnürchen. Trotzdem ist mir bei den Umschlägen an der einen oder anderen Stelle genau das Sliden passiert, was ich oben beschrieben habe.

Der Ast läuft ja nur einmal über die gesamte Papier-Breite. Die Blüten sind jeweils in zwei Bahnen aufgewalzt. Die eine Bahn habe ich von unten nach oben, die zweite nebendran, genau umgekehrt gewalzt. So sind die kräftigen Abdrucke einmal oben und einmal unten und es ergibt sich ein gleichmäßigeres Bild.

Alles in allem war es viel Arbeit und ein intensives Beschäftigen mit einer Technik. Das hatte alles etwas vom Werkunterricht in meiner Ausbildung: Ein Werkstück, das von Anfang bis Ende durchgeplant und alle Arbeitserfahrungen notiert und ausgewertet werden mussten. Ich gehöre zu den Ergotherapeutinnen, die den Werkunterricht nicht gehasst haben (was ich wahrscheinlich hier nicht erwähnen müsste). Ich finde es total entspannend, mich ganz und gar in ein Werkstück und die Technik zu vertiefen und alle Dinge, die wahrnehmbar sind zu registrieren, Probleme als Herausforderung anzunehmen und manchmal auch im Kleinen zu scheitern, neu probieren, ganz andere Lösungen als erwartet zu entdecken und am Ende ein begreifbares Ergebnis diese Prozesses in den Händen zu halten. Das erfüllt mich mit einer tiefen Zufriedenheit und Freude. Allerdings will ich nicht verschweigen, dass es auch viele dinge gibt, die bei mir, teilweise schon seit Jahren, in der Planungsphase stecken und auch ebensoviele Dinge, die ich bei auftretenden Schwierigkeiten oder Duchthängern/Lustlosigkeit, in die Ecke lege (teilweise auch für Jahre, schäm). Das Schöne hier, war auch, das es ein Aufgeben nicht gab. Das Projekt musste fertig werden, die Dinge abschließend entschieden und die Ergebnisse akzeptiert werden. Aber so liegt auch nicht noch was rum, was sehr angenehm ist.

Kurz gesagt: Es hat mir viel Spaß gemacht!

Frühling 2018: Die Kirschbaum-Blüte an der Bergstraße, meiner zweiten Heimat

Das Original

und die Interpretation per Walzendruck

“Heimat?!”

Ich freu mich schon auf die Sommer-Post,

herzlichst, Kerstin

 

hier geht es zum Teil 1

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Muster | Pinsel und Farbe

Muster-Mittwoch – April-Mandala Nr.2

von am 11/04/2018

ein Mandala-Stein

ich dachte,

“kann nicht so schwer sein”.

sieht einfach aus…

 

…ist es aber nicht

zum Einen steckt richtig viel Übung drin, zum Anderen ist die Konsistenz der Farbe sehr wichtig… und am schönsten ist ein Stein-Mandala auf runden Steine. Ich habe jedoch noch nie einen richtig runden Stein gefunden. Ich hab extra am Strandbad in Mannheim die Kiesbank abgesucht.

ich habe es aufgegeben, ich muss ja nicht alles machen

Diesen Einen habe ich gestaltet. Den hab ich von den Riesen Kiesel neben dem Haus rausgesucht, aus dem Drainage-Streifen.

Als ich fertig mit ihm war hat mir drei Tage der Nacken weh getan, so anstrengend fand ich das Pinselupfen und die ständige Angst, einmal daneben zu treffen und so die gesamte mathematische Ordnung in Unordnung zu bringen.

Ich finde diese Steine soooo schööööön. Nochmal der Link zur absoluten Meisterin der Mandala-Steine: Elspeth Mclean

Er hat ein schönes Plätzchen als Terrassen-Deko bekommen.

(Wenn ich das Foto betrachte und sehe, was da alles zusammen arrangiert ist und wo die Sachen alle herkommen… einmal quer durch Europa: Hühnersteine von Rügen, Austernschalen aus der Bretagne, ein Herz aus Straßburg, ein Hanfseil aus dem Burgund, ein Apothekerglas aus London, Strandgut aus Schweden, Ölfläschchen aus Italien, die Obstkiste als Wandregal aus den Niederlanden und ein paar Töpfersachen von mir aus den letzten 30 Jahren)

Die Strasssteine sind meins. JA, ich mag Glitzer.

Ich habe ihn im letzten Sommer getupft. Nun habe ich ihn schön fotografiert und er darf bei Michaela Müllers Muster-Mittwoch dabei sein. Im April sind Mandala-Muster dran, da passt er gut dazu.

herzlichst, Kerstin

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Fotografie | Wanderlust

Kirschblüten an der Bergstraße

von am 08/04/2018

Im Frühling gibt es bei uns das Blütenweg-Fest. Der Blütenweg ist ein offizieller Wanderweg der entlang der Bergstraße führt, einfache bis gemäßigte Ansprüche gut zu laufen ist und den Blick in die Rheinebene zulässt. Heute, bei 25 Grad uns Sonnenschein ein idealer Spazierweg. Beim Fest gibt es entlang des Weges überall Stationen, mit Umweltinformationen, Essen und Trinken aus der Region und Angeboten zum Mitmachen, z.B. Insektenhotels herstellen.

Die paar Höhenmeter scheinen bei den Bäumen etwas Zurückhaltung zu verursachen, denn…

….unten in der Ebene stehen die Bäume schon in voller Blüte

Die blühenden Bäume an der Bergstraße waren meine Idee für den Walzendruck der Frühlingspost. 

Herzlichst, Kerstin

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Handgedruckt: Stempel | Muster

Muster-Mittwoch – April-Mandala Nr.1

von am 04/04/2018

Ich mag Mandalas. Ich schau die einfach gerne an.

Für mein erstes Mandala habe ich wieder etwas gaaaanz altes ausgegraben: Stempel aus einem Spiel, das ich als Kind bekommen habe. Es gehörte minderwertige Wasserfarbe und ein scheußliches Stempelkissen dazu und eben die Stempel mit geometrischen Figuren, aus Hartplastik-Spritzguss. Mit den Stempeln konnten Bilder oder Figuren gestaltet werden, die anschließend mit Wasserfarbe ausgemalt werden sollten. Das Stempelkissen musste also wasserfest sein. Es roch so fürchterlich, das ich es nicht mochte. Aber die Idee an sich war ja ganz nett. Meine Eltern haben sehr viel aus meiner Kindheit aufbewahrt. Ich habe keine Geschwister und es gab anscheinend auch keine anderen Kinder, die meine Sachen weiter gereicht bekamen. Also landete alles auf dem Dachboden. Vor einigen Jahren habe ich dann viel davon mitgebracht bekommen und versuche einiges davon zu verwenden. Die feste Pappe der Spielschachteln eignet sich prima als Deckel für Alben oder Mappen und die Gestaltung aus den 60er oder 70er hat was, finde ich.

Die winzigen und knallharten Stempel sind nicht gerade ein Beispiel für gutes Produktdesign!

Aber wegwerfen konnte ich sie noch nicht. Ich denk dann immer “für irgendwas wird es noch nützlich sein und viel Platz verbraucht es ja nicht”

Damit habe ich das erste April-Muster gestaltet: Mandalas zusammengesetzt aus vielen kleinen Stempelchen.

In Blau-Weiß oder Weiß-Blau:

Dabei habe ich deckende Stempelfarbe von Stampin´Up und wasserbasierte von Ranger (Destress Ink) verwendet. Ich habe mir erst mal Hilfslinien aufgezeichnet, damit alles schön gleichmäßig wird. Das Stempeln ist eine ganz schöne Fleißarbeit, am Anfang geht´s ganz flott und am Ende braucht´s etwas Geduld.

Für das dritte Mandala hatte ich die Idee, die Männchen zu verwenden, als Masse. Alle in rot und ganz wenige in schwarz. Leider ist das Männchen der schlechteste Stempel. Er druckt nicht vollständig ab, der Bauch bleibt praktisch frei. Das hat als Masse nicht funktioniert, es war schnell nichts mehr zu erkennen.

Daher habe ich aus der Idee “der Mensch in der Masse”, ein Frühlings-Mandala gemacht. Ich wollte die Ordnung soweit auflösen, das es chaotisch wirkt, aber dennoch den Mandala-Regeln folgt: Die Blumen sind weniger wild verteilt, als es wirkt, aber es ist mehr Bewegung drin, sie sind absichtlich so angeordnet, das die Hilfslinien nicht exakt getroffen werden. Am Ende war alles sehr flach und reduziert. Auch die Kreise in den Blumen haben da nichts gebracht. Aus meinem Stempel-Sammelsurium an Pflanzenteilen, habe ich ein Blatt und eine Blütenmitte gesucht und damit das Mandala etwas “eingetieft”.

 

beim Aufräumen ist mir dann das Stempelkissen auf das fertige Bild gefallen. Daher kommen die Linien unten rechts. Aufräumen, tststs, hätt´ ich einfach alles rumliegen lassen, wär´ das nicht passiert!

Ich glaube so viel wie jetzt habe ich die Stempel in meiner gesamten Kindheit nicht verwendet!

Bin gespannt, welche Ideen von Euch bei Michaela Müllers Muster-Mittwoch zu sehen sind.

Herzlichst, Kerstin

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Mixed Media | Pinsel und Farbe

Hasen und Schlüsselblumen als Osterboten

von am 31/03/2018

Ich habe beim Aufräumen meiner vielen Ordner mit handwerklichen und grafischen Themen, etwas vergessenes gefunden: Eine Kombi aus Scherenschnitt als Schablone und Spritztechnik. Ostermotive. Aus dem Jahr 1985!!! Das war noch in der Schule, und ich war 17. Hasen, Schlüsselblume und “Frohe Ostern”. Außer dem Schriftzug, habe ich die Motive sowohl als Positiv-, und auch Negativ-Schablone verwendet.

Damals habe ich mit einfachem 80 Gramm Papier gearbeitet. Die farbliche Gestaltung von damals finde ich total interessant: Erdtöne. Öko-Papier musste sein, dieses leicht Graubraune.

  

Sogar die Schablonen habe ich aufgehoben

Die Oster-Motive gefallen mir so gut, das ich sie auf besserem Material nacharbeiten möchte. Vielleicht High-Tech, mit dem Plotter, als Vector-Grafik, um auch noch mit der Größe spielen zu können. Mal sehen, vielleicht gibt es im nächsten Jahr eine kleine Osterkollektion mit Papieren.

Jetzt habe ich erst mal eines der Motive eingescannt, verkleinert und auf handgeschöpftem Büttenpapier mit dem Farblaser ausgedruckt.

Daraus habe ich die diesjährigen Ostergruß-Karten hergestellt. Die Schlüsselblume, hier als weiße (Negativ-)Fläche, habe ich mit Aquarellfarbe coloriert und, als weiteres Gestaltungselement, einen farblich passenden Hintergrund-Stempel aufgedruckt (der ist übrigens von einer Kunststoffschale aus einer Käse- oder Wurst-Verpackungen. Da hat der Plastikmüll wenigstens noch einen anderen Zweck, als nur weggeworfen zu werden…).

Also Schablone und Spritztechnik von 1985, Mixed Media von 2018.

FROHE OSTERN EUCH ALLEN!

Kerstin

 

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Fotografie

Zwölftel Blick im März 2018

von am 30/03/2018

für den Zwölftel Blick von Tabea Heinicker, mein Monatsfoto im März.

Da ist er, der Frühling. Ein paar warme Sonnenstrahlen an einem Morgen. Die Gänse und Blesshühner haben sich auch darüber gefreut.

Nach dem Walzendruck für die Post Kunst Werke, bin ich gerade dabei, alle Eukalyptuszweige, die ich erwischen kann zu sammeln um mich wieder dem EcoPrint zu widmen. Meine Rose hat auch noch ein paar grüne Blätter vom Sommer übrig behalten, die verwende ich noch, bevor sie dann doch noch, den Knospen Platz machend, abfallen werden.

Ihr könnt meinen Blog jetzt auch per Email abonnieren.

Am unteren Seitenrand sollte die Funktion auftauchen. Ich freue mich auf regelmäßige Leserinnen und Leser. Auch ich werde meine Blogroll pflegen, was leider nicht ganz so einfach ist, wie bei Blogger. Dort wird sich also demnächst die Eine oder Andere wiederfinden

herzlichst, Kerstin

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Handgedruckt: Stempel | Muster | Post Kunst Werke

Walzendruck – wie mein Motiv auf die Rolle kommt (und dort bleibt)

von am 27/03/2018

Making of – Frühlingspost 2018 – Walzendruck – Teil 1

Seit einigen Wochen schon, sind in den Blogs und aus Instagram die Walzendrucke zu bewundern, die für die Frühlingspost des Post Kunst Werke Blog, entstanden sind, Nachdem mein Walzendruck verschickt und angekommen ist (Ich bin in Gruppe 2), kann ich nun meine Arbeitserfahrungen posten, ohne meinen Beitrag schon vor dem Verschicken zu zeigen.

Ich habe tatsächlich das erste Mal mit einer Musterwalze gearbeitet (stimmt nicht ganz, bei einer Freundin haben wir alte Twpetenwalzen zur Oberflächengestaltung von Ton verwendet, aber das ist was ganz anderes). Besonders spannend finde ich die Experimente der anderen Teilnehmerinnen, mit was alles gewalzt werden kann: Korken, Handeln, stabile Papprollen von Teppichböden, geschnitzte Farbwalzen (hätte ich mich nie getraut!!!) und, und, und.

Ich habe mich für meine Walzen für Moosgummi als Motivmaterial auf einem HT-Rohr (die grauen aus dem Baumarkt) als Träger entschieden. Die Rohre lassen sich mit einem passenden Durchmesser zu Weißbinder-Walzen auswählen und einfach auf eine passende Länge sägen und dann aufstecken. Falls sie bei Abrollen rutschen sollten, kann zuerst noch ein Spültuch fest um die Walze gewickelt werden. Das hält dann richtig gut. Die Weißbinder-Walze hatte ich zur Hand und sie hat eine gute Abrolleigenschaft, erwies sich also als gut geeignet.

Zuerst habe ich mit Clopapier-Rollen herum probiert. Die sind für spontanes und experimentelles Arbeiten hervorragend geeignet, z.B. mit aufgewickelten Folien, Gummiringen, Kordeln u.ä. Wenn man sich die Mühe macht und Ornamente, Formen oder Motive ausschneidet, z.B. aus Moosgummi oder auch einem Stempelmaterial, sind die Papp-Rollen nicht geeignet. Ein Nachteil ist, dass man die Druckwalzen nicht gut reinigen kann, wenn sie aus Pappe sind. Kurz gesagt, sie sind nicht lange haltbar und je nach dem, wie viel Arbeit man sich macht, soll die Walze ja auch noch etwas länger halten. 

Ich habe also meine Motive zunächst aus dem Moosgummi ausgeschnitten und dann auf die zugeschnittenen HT-Rohre geklebt. Das Ausschneiden ist Geschmackssache. Ich schneide gerne mit Scheren, sofern sie scharf sind und zum Medium passen. Hier habe ich mit einer Scherenschnitt-Schere gearbeitet. Die hat mit dem Moosgummi gut funktioniert.

Mein Motiv besteht aus insgesamt vier Schichten auf dem grundierten Papier: ein wolkiger Hintergrund, den ich mit einer Clopapierrolle und Frischhaltefolie erzielt habe und nach dem Drucken weggeworfen habe, kleinere Blüten im Hintergrund, dann der Ast und zum Abschluss größere Blüten im Vordergrund aus den HT-Rohren mit Moosgummi-Motiven, die ich nach dem Drucken gesäubert habe um sie weiter verwenden zu können.

Das zweidimensionale Planen und das dreidimensionale Umsetzen hat so seine Tücken…. Ich wollte dem technisch begegnen, mit einem Raster auf dem Papier und dem gleichen Raster auf der Rolle um es ,mir zu erleichtern…. und habe gemerkt, das mir vor lauter Planen und Geodreieck und umrechnen und hin und her überlegen, ganz der Spaß verloren ging.

Ich habe die Fläche der Rolle ausgemessen und zur Orientierung auf ein Blatt Papier gezeichnet. Das war hilfreich, um bei den Kirsch-Blüten sehen zu können, wann die Fläche gut gefüllt ist.

Also habe ich mein Streumuster für die beiden Kirschblüten-Walzen einfach nach Gefühl aufgeklebt. Da hat´s dann wieder Spaß gemacht und wurde auch fertig. Klar an manchen Stellen sind die Abstände etwas größer geworden, aber es lässt sich ja nachträglich noch was ins Muster einbasteln, bei zu großen Lücken oder auch zweimal überwalzen, damit es dichter wird.

Den Ast habe ich auch mit Hilfe eines Rechtecks im Maß der Fläche meiner Rolle geplant. So konnte ich den Ast als endloses Motiv entwickeln und aufzeichnen. Anfang und Ende des dicken Ast in der Mitte, müssen am oberen und unteren Rand des Blattes genau aufeinander treffen. Man könnte ihn so auch auf ein viel längeres Stück Papier drucken, ohne einen Ansatz zu sehen.

Das Kopieren mit einem Durchschlagpapier auf das dunkle Moosgummi war praktisch nicht möglich. Für Durchschlagpapier ist Moosgummi oft zu weich und zusätzlich ist dieses eben einfach zu dunkel. (Mein Moosgummi ist viel dicker und feinporiger als das Bastelmaterial. Es ist ein Dämmstoff-Material aus dem Technikbereich.)

Ich habe meinen Entwurf auf dem Untergrund befestigt und mit dem Skalpell direkt durchgeschnitten. Das hat sehr gut funktioniert. An manchen Stellen musste ich nachschneiden, aber das Motiv war durch den ersten Schnitt sehr gut zu erkennen.

                    

Das filigrane In-Einem-Stück-Motiv, habe ich auf dem Rohr mit Washi-Tape befestigt, um die genaue Lage festzulegen und dann Stück für Stück angeklebt.

Echt schwierig war, dem Moosgummi klar zu machen, das es sich an die Rundung der Walze beim Aufkleben anschmiegen soll! Also bis zum Abbinden des Klebers wieder mit Masking-Tape befestigt und an vielen Stellen nachgebessert. Besonders die dünnen Astspitzen waren wenig einsichtig!

Mit dieser Walze bin ich sehr zufrieden. Das Ast-Motiv ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich denke, ich kann sie für weitere jahreszeitliche Gestaltungen verwenden, vielleicht auch für eine Unterwasserwelt.

Die Streuteile habe ich auch mit Masking-Tape befestigt, bis der Kleber angezogen hatte.

Ich mag Bastelkleber. Oft hat er sich als die einfachste und beste Wahl erwiesen. Hier leider nicht. Allerdings haben auch alle anderen Kleber versagt (Kontaktkleber, spezieller Kunststoffkleber und Trockenkleber vom Klebe-Roller). Das Problem ist das HT-Rohr. Es ist einfach zu glatt. Auf der Rolle aus dem 3D-Drucker hat der Bastelkleber prima gehalten, aber diese Oberfläche ist auch ziemlich rauh. Ich werde einen neuen Versuch starten, indem ich das HT-Rohr mit Sandpapier anrauhe. Für meine 15 Drucke hat alles zum Glück gehalten.

Hier sind drei verwendete Walzen zu sehen: Der Ast und zwei Walzen mit Kirschblüten: Eine für hinter dem Ast mit kleineren Blüten und eine mit größeren Blüten, die als Vordergrund ganz zuletzt gedruckt wurde.

Das Gute ist, dass die Walzen aus dem HT-Rohr gut zu reinigen sind. Eine weiche Zahnbürste hat sich zur Reinigung der Druckelemente als günstig erwiesen.

Beim Abwalzen hat sich leider ein Problem eingestellt, dass bei fast allen Walzen mit Positiv-Druck zu sehen war: Freiflächen nehmen, je nach ihrer Lage, Farbe mit auf und produzieren ungewollte Farbflächen beim Abwalzen der Druckwalze.

Ich habe bei der Positionierung meiner Motive versucht, die Verteilung und Anordnung so zu gestalten, dass keine großen Freiflächen entstehen. Bei meinem Ast ist das an einer Stelle nicht gelungen. Ich habe daher vor jedem Druck, die überschüssige Farbe abgewischt! Vielleicht setze ich an dieser Stelle noch einen Ast an, um das Problem zu beseitigen. Aber das Abwischen ist nicht so der große Aufwand und an diese Stelle kommt man gut dran, ohne dabei Farbe von den angrenzenden (Druck-)Flächen zu wischen.

Mannomann, was man alles bedenken muss!

Herzlichst, Kerstin

 

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Muster | Textile Techniken

Muster Mittwoch – Streublümchen, gestickt

von am 24/03/2018

Die zeitliche Engpässe, verursacht durch das Beenden meiner Walzendrucke, damit die Frühlings-Post rechtzeitig fertig ist, haben mich dazu gebracht, Dinge, die ich in meinen Materialkisten beherberge, aus einem neuen Blickwinkel zu sehen. Ein kleines Täschchen, ursprünglich mal eine Handarbeit einer entfernten Verwanden zum Verstauen von Taschentüchern aus Stoff. Es wanderte beim Auflösen des Hausrates in meinen Besitz. Ich habe es dann mit kleinen Röschen im Boullion-Stich bestickt. Fadenreste von Stickgarn verwahre ich nun darin auf, für kleine Projekte. Als winziges Detail haben einige von Ihnen schon ein Fleckchen gefunden, in dem sie sich an der Gestaltung einer Collage, einer Assemblage oder einem Mixed Media Thema beteiligen durften. Die Poesie eines sich aufdröselnden Fadenendes… aber jetzt verliere ich gleich den Faden…

Der Boullion- oder auch Wickel-Stich ist ganz schön aufwändig. Ich hab ja zum Sticken nicht so wirklich die Geduld. Aber ich finde Besticken ist eine wunderbare Oberflächengestaltung. Freies Sticken liegt mir mehr, heute. Damals musste ich alles ganz exakt und genau machen und in Rosa.  In Schwarz-weiß fotografiert finde ich sie auch ganz interessant.

Aber schön sind sie geworden, exakt und genau. Und so ein Täschchen, oder genauer gesagt: ein Sachet, ist auch eine praktische Sache, wenn man soviel Material halbwegs geordnet aufbewahren muss.

Für den Muster-Mittwoch mit Streublümchen-Mustern also ausgegraben und nochmal neu fotografiert.

Hier ist die Originalfarbe zu sehen (knall) und der erste Beitrag dazu ist in meinem alten Blog zu sehen.

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